Unterstützung für Haitis Kleinbauer- und Fischerfamilien

25.10.2016

Es ist seit über 50 Jahren der stärkste Sturm, der die Insel Haiti getroffen hat. Aufgrund der zerstörten Kommunikationwege war die Lage in den Projektgebieten von Fastenopfer unklar. Inzwischen konnten aber wichtige Verbindungen wieder hergestellt werden. Nun kann endlich konkret geholfen werden.

 

Gut zwei Wochen ist es her, seit „Matthew“ mit Windstärke 5 auf die Südküste Haitis zuraste. Der Hurrikan hinterliess eine Schneise von Zerstörung und Not: Wie gross die Verluste tatsächlich sind, wird erst langsam ersichtlich. Umgestürzte Bäume und zerstörte Strassen haben den Zugang zu unzähligen Gemeinden über Tage verumöglicht. Im am schwersten betroffenen Süden der Insel ist das Kommunikationsnetz lange Zeit vollständig unterbrochen gewesen.

 

Fast 8500 vollständig zerstörte Häuser

Allmählich gelingt es – auch mit dominikanischer Hilfe – die Wege zu den isolierten Gemeinden zu reparieren oder von Geröll und Ästen zu befreien. Es zeigt sich ein Bild von massiver Verwüstung in den beiden Gemeinden Tiburon und Chardonnières, in denen Fastenopfer tätig ist. Die Bilanz ist schrecklich: 158 Tote, 1937 Verletzte, 9635 überflutete und beschädigte Häuser, davon 8423 vollständig zerstört. 65 Schulhäuser wurden beschädigt oder vollständig zerstört. Unzählige Fischerfamilien haben ihre Fangvorrichtungen verloren, Kleinbauern auf Cashew-Plantagen ihre Infrastruktur zur Lagerung und Weiterverarbeitung der Nüsse.

 

Fastenopfer hilft mit Saatgut und Infrastruktur

Jetzt geht es darum die landwirtschaftliche Produktionsfähigkeit schnell wieder herzustellen. Die Kleinbauern sollen Saatgut für die nächsten zwei Pflanzperioden erhalten – die nächste Saat ist bereits im Dezember. Gleichzeitig soll aus der Zerstörung nun auch nachhaltig Neues wachsen: Zusammen mit unseren Projektpartnern werden die Felder wieder instand gestellt und die Kleinbauernfamilien in agrarökologischen Anbaumethoden geschult. Kurzfristig werden betroffene Fischer und Kleinbauerfamilien beim Wiederaufbau der zerstörten Vorrichtungen unterstützt.

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Mit seiner Programm- und Projektarbeit setzt Fastenopfer auf langfristige Beziehungen mit Organisationen vor Ort. Nothilfe gehört nicht zur Kernaufgabe von Fastenopfer. Diese wird jedoch dann geleistet, wenn es darum geht, bereits laufende Projekte aufrechtzuerhalten und weiterführen zu können.

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Bild von MISEREOR © Caritas Haiti 

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