Nothilfe für indigene Gemeinschaften in den Philippinen

Taifun Vamco verursacht grosse Schäden auf der Insel Luzon

13.11.2020

In der Nacht am 11./12. November traf Taifun Vamco im Norden der Philippinen auf Land. Er hinterliess eine Spur der Verwüstung im Grossraum Manila, in Infanta und der angrenzenden Provinz Aurora. Drei Projekte von Fastenopfer in Infanta, darunter das Partnerprojekt von Jubla Schweiz, wurden hart getroffen.

Mitarbeiter Marcelino von TCD Infanta zeigt, wie hoch das Wasser in seinem Dorf steht.Mitarbeiter Marcelino von TCD Infanta zeigt, wie hoch das Wasser in seinem Dorf steht. Foto: TCD
Der Taifun Vamco war der fünfte Taifun innerhalb eines Monats, der die Philippinen traf. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h zog er über den Osten der Insel Luzon hin. Innert weniger Stunden wurden mindestens 73 Menschen getötet und viele verletzt. 19 Personen werden noch vermisst.

Gegen 400‘000 Menschen wurden in Luzon im Vorfeld des Taifuns evakuiert. Eine Million Menschen war ohne Strom. Der Taifun hatte einen Durchmesser von 500 Kilometern und brachte grosse Mengen Niederschlag. Viele Provinzen und Städte in Zentral- und Nordluzon bis hin zur Hauptstadt Manila wurden arg in Mitleidenschaft gezogen.   

Landwirtschaft und Fischerei stark betroffen

Eine erste Bilanz zeigt das Ausmass der Zerstörung. Insbesondere der Landwirtschaft und der Fischerei wurden schwere Schäden zugefügt. Die Ernte ist vielerorts ganz verloren, auch weil vier aufeinanderfolgende Taifune vorher schon Schäden angerichtet hatten. Rund 11‘350 Haushalte auf den Philippinen sind betroffen, viele davon sind auf Soforthilfe angewiesen.

Der Gesamtschaden des Taifuns für die Landwirtschaft in den Philippinen wird auf 60 Millionen Franken geschätzt. Dazu kommen auch die Schäden für die Fischerei.

Nothilfe für die Menschen in den Projekten von Fastenopfer

Laut den letzten Berichten der Prelature of Infanta und der Partnerorganisationen TCD sind in ihrem Projektgebiet in der Provinz Quezon 720 Haushalte betroffen, die dringend Hilfe brauchen. Davon sind 150 indigene Agtas-Familien, die zu den Ärmsten in der Region gehören. Ihre Gemüsekulturen, einschliesslich Bananen und Kokosnüsse, sind zerstört. 

Im Norden der Prelature of Infanta sind auch Zielgruppen des Basisgemeindeprojekts YAPAK und der Task Force Anti Apeco betroffen. Dort wird im Rahmen des bestehenden Projektbudgets Nothilfe geleistet.

Auch auf den vorgelagerten Inseln Polillo und Bordeos, die zur Prelature gehören, gab es immense Schäden an Gebäuden, Land, Wald und Infrastruktur. Dort werden NASSA (Nationale Caritas Philippinen) und DKA Österreich Nothilfe leisten.

Direkte Zielgruppe dieses FO Nothilfe-Projekts: 720 Haushalte, darunter 150 Agta-Familien, rund 4‘500 Personen in der Provinz Quezon.

Folgende Aktivitäten sind vorgesehen:

  1. Mit Saatgut und Pflanzmaterial werden 350 betroffene Familien unterstützt, damit sie ihre Felder und Gärten wieder anbauen und bepflanzen können.
  2. Baumaterialien wie Nägel, Holz und Plastikblachen werden für 500 Familien für das Reparieren und den Wiederaufbau ihrer Häuser zur Verfügung gestellt.
  3. Disaster Risk Management (DRR): In Workshops wird die Bevölkerung informiert, was sie zur Reduzierung des Katastrophenrisikos zusammen mit den lokalen Behörden unternehmen können. Inhalt dieser Workshops sind Risikoanalysen für die Projektgebiete, Kennenlernen von DRR(Disaster Risk Reduction Tools, Katastrophen-Vorbereitungsmassnahmen und Katastrophenhilfe.

Unterstützen Sie die Menschen auf den Philippinen - gerade jetzt!

Herzlichen Dank für Ihre Spende.