Tag der Menschenrechte: Wir provozieren die Sintflut

10.12.2018

Die Verhandlungen in Katowice an der 24. Klimakonferenz sind in vollem Gange. Beim Klimawandel geht es längst nicht nur um ein ökologisches Problem, welches nur die Wissenschaft und Politik beschäftigt: Der Klimawandel ist für alle spür- und sichtbar geworden und bedroht die Menschenrechte – darauf wollen wir auch heute, am Tag der Menschenrechte, aufmerksam machen.

 

Hitzesommer, schmelzende Gletscher, Wirbelstürme, Dürren und Wüstenbildung oder der steigende Meeresspiegel, der Küstenzonen und deren Bewohnerinnen und Bewohner bedroht. Die Auswirkungen des Klimawandels kennen wir selbst zu genüge – aus der Schweiz und aus den Medien.Fakt ist: Umweltkatastrophen bedrohen zahlreiche Menschenrechte – arme Menschen sind dabei überdurchschnittlich betroffen. Sie haben wenige Möglichkeiten, sich anzupassen. Dabei haben sie am wenigsten zum Klimawandel beigetragen.

 

Durch extreme Wetterereignisse ist ihr Leben – und damit auch ihr Recht auf Leben – bedroht. Klimaveränderungen führen dazu, dass es vermehrt zu Missernten kommt und das Recht auf Nahrung nicht mehr gewährleitet werden kann. Sowohl Trockenheit wie auch Überschwemmungen verletzen das Recht auf Wasser und Hygiene. Hitzebedingter Smog beeinträchtigt die gesundheitliche Situation und damit das Menschenrecht auf Gesundheit. Eine Veränderung der Küstenlandschaft treibt Menschen zur Migration in ihnen unbekannte Gebiete ohne Infrastruktur oder soziale Netzwerke – auch das Menschenrecht auf eine angemessene Unterkunft wird dadurch verletzt.

 

Fastenopfer-Koordinator Luciano Padrao im Gespräch mit lokalen Gemeinschaften in Brasilien.
Damit ist die Aufzählung von bedrohten Menschenrechten durch den Klimawandel keineswegs abgeschlossen: Im Regenwald Brasiliens beispielsweise leben die Manoki. Sie sind auf einen intakten Wald angewiesen, er ist ihre Lebensgrundlage, vielfach auch spiritueller Ort. Für Staudammprojekte wird Wald abgeholzt  und Co2 freigesetzt, was den Klimawandel weiter vorantreibt. Das Recht auf Entwicklung oder die Rechte indigener Völker bleiben auf der Strecke.

 

Diese Ungerechtigkeit geht Fastenopfer mit dem Thema «Klimagerechtigkeit» an. Denn es darf nicht sein, dass diese grundlegenden Menschenrechte durch den Klimawandel untergraben werden.

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