Sicherung der Lebensgrundlagen angesichts der Agrarindustrie

Landwirtschaft ist die hauptsächliche Einkommensquelle der von Armut betroffenen Menschen in Entwicklungsländern. Investitionen in Landwirtschaft sind nötig. Aber welche Art von Landwirtschaft hilft letztlich den Armen?  Es zeigt sich immer deutlicher, dass alternative Modelle, die nach agrarökologischen Prinzipien funktionieren, für die globale Ernährungssicherung unerlässlich sind.

 

Konventionelle Landwirtschaft folgt dem Wachstumsdogma und zielt auf die Steigerung von Nahrungsmittelproduktion. 70% der lokal konsumierten Nahrung wird aber durch Kleinbauern und -bäuerinnen produziert. Die Agrarindustrie hat bis anhin kaum dazu beigetragen, globalen Hunger und Unterernährung zu reduzieren. Oft ist es sogar so, dass sie sich negativ auf das Recht auf Nahrung der Menschen auswirkt, denn sie benötigt grosse Mengen an Land und Wasser.

 

Es braucht Landwirtschaftsmodelle, die widerstandfähig sind

 

Internationale Experten wie der frühere UNO-Berichterstatter zum Recht auf Nahrung, Oliver de Shutter, verlangen Landwirtschaftsmodelle, die wirklich produktiv, nachhaltig und widerstandfähig sind. In diesem Sinn unterstützt Fastenopfer eine alternative Landwirtschaft. Diese geht von agrarökologischen Prinzipien aus, zielt auf strukturelle Transformation hin und damit auf die Respektierung der planetaren Grenzen.

 

Zusammen mit Partnerorganisationen setzt sich Fastenopfer für den Zugang zu Land und anderen landwirtschaftlichen Produktionsmitteln, für das Recht auf die Reproduktion von Saatgut und den Schutz von Umwelt und Biodiversität ein. Die zukünftige globale Landwirtschaft muss in einem umfassenden Sinn nachhaltig werden, um den kommenden Generationen die Existenz zu sichern.

 

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Claudia Fuhrer
Claudia Fuhrer

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Agrarindustrie und Sicherung der Lebensgrundlagen
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