Recht auf Nahrung

Es ist das Recht eines jeden Individuums, allein und in Gemeinschaft mit anderen jederzeit Zugang zu angemessener Nahrung oder Mitteln zu deren Beschaffung zu haben. Fastenopfer unterstützt Menschen dabei, eine sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft zu betreiben und ihre Lebensgrundlagen nachhaltig zu sichern.

 

Wir setzen uns ein für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung. Im Zentrum unseres Engagements stehen Familien und Gemeinschaften von Kleinbäuerinnen, Fischern, Viehhalterinnen, Jägern und Sammlerinnen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. In vielen der Aktivitäten mit diesen Menschen geht es um den Zugang zu Land und Saatgut, um Wasserversorgung, um Anpassungen an den Klimawandel und letztlich um die Verteidigung ihrer Existenzgrundlagen.

 

Der Zugang dieser Menschen zu Nahrung, die in der Natur verfügbar ist (Fischen, Jagen, Sammeln), wird in Fastenopfer-Programmen gefördert. Ebenso eine agrarökologische, klimaverträgliche und diversifizierte landwirtschaftliche Produktion und der Zugang zu Nahrungsmitteln auf dem Markt. Kauf und Verkauf von Produkten, Tauschgeschäfte oder Getreide-Sparkassen ermöglichen den Zugang zu weiteren Lebensmitteln.

 

Besser auf den Klimawandel reagieren können 

 

Unsere Programme helfen der lokalen Bevölkerung, besser auf den Klimawandel und damit verbundene Naturkatastrophen reagieren zu können.  Sie reduzieren Risiken wie Verschuldung oder Landraub, denen die Menschen ausgesetzt sind. Auch stärken die Programme die Menschen gegenüber den negativen Auswirkungen von wirtschaftlichen Grossprojekten (wie Rohstoffabbau oder Plantagen der Agrarindustrie). Sämtliche Aktivitäten orientieren sich daran, die Lebensgrundlagen der betroffenen Menschen nachhaltig zu sichern.

 

Dazu arbeiten wir unter anderem in den internationalen Programmen «Energie und Klimagerechtigkeit» und «Agrarindustrie und Sicherung der Lebensgrundlagen». Ausserdem engagieren wir uns stark im Fairen Handel.

 

Südafrikanische Regierung lehnt neue gentechnisch veränderte Maissorte ab

29.11.2018

Ein Sieg für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Südafrika und für die Partnerorganisationen von Fastenopfer: Der Gen-Mais solle die Erne steigern, doch die Realität sieht anders aus.

Menschenrechtspreis für Partnerorganisation von Fastenopfer

10.12.2018

Eine wichtige Auszeichnung, gerade im derzeitigen politischen Klima: Der “Business and Human Rights Award 2018” geht nach Brasilien, an eine Partnerorganisa…

Tag der Menschenrechte: Wir provozieren die Sintflut

10.12.2018

Beim Klimawandel geht es längst nicht nur um ein ökologisches Problem. Er bedroht nicht wenige Menschenrechte.

Unsere Projekte zu

Recht auf Nahrung

Frauen nehmen Teil am Friedensprozess

Frauen sollen nach dem Krieg gleichberechtigt in Friedensverhandlungen und den Wiederaufbau Kolumbiens einbezogen werden.

Mehr

Bienenhaltung hilft, die Ernährung zu sichern

Pestizide auf Laos bedrohen die Bienen. Fastenopfer unterstützt 500 Imkerinnen und Imker mit Beratung, Austausch und Vernetzung.

Mehr

Südlaos‘ Indigene setzen sich für Landtitel ein

In Südlaos liegt die Kontrolle über das Land meist nicht in den Händen der Dorfgemeinschaften. Dank Bildung können sich diese für Landtitel einsetzen.

Mehr

Frauen können sich nun auch einbringen

Frauen bleibt Zugang zu Land, Wasser, Produktionsmittel oder Krediten oft verwehrt. Auf den Philippinen soll sich dies verbessern.

Mehr

Verbesserungen auf dem Land in Laos

Die Menschen in Laos leiden oft unter Hunger. Ein grösseres landwirtschaftliches Wissen und Ausbildungen helfen, die Ernährung zu sichern.

Mehr
Versammlung von Adivasi draussen an der Sonne

Adivasi in Orissa befreien sich von den Schulden

Die Adivasi in Indien werden unterdrückt, ausgegrenzt und ausgebeutet. Nun sollen sie zu ihren berechtigten Ansprüchen kommen.

Mehr

Justice et Paix setzen sich für Menschenrechte ein

In Radio und Workshops über Menschenrechte und Friedensbildung informieren, ist nur ein Teil der Arbeit von Justice et Paix in Haiti.

Mehr

Grain – Die Kontrolle über die Nahrung zurückgewinnen

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Lateinamerika, Afrika und Asien wehren sich gegen Agrarmultis und Handels- und Landwirtschaftspolitiken.

Mehr

Spargruppen in Madagaskar setzen etwas in Gang

Die Mitglieder der Spargruppen in Mahajanga helfen sich gegenseitig aus - in Not, auf Gemeinschaftsfeldern und bei den Behörden.

Mehr

Advocacy und Lobbying für die Indigenen in Brasilien

Über hundert hängige Gesetzesvorlagen haben das Ziel, die Rechte der indigenen Bevölkerung in Brasilien zu beschneiden.

Mehr

Ausgewogene Ernährung in der Provinz Ostkap

Gesunde Menschen in Südafrika dank ökologischem Garten- und Heilpflanzenanbau, sowie Ernährungsberatung und Hygiene.

Mehr

Gorom-Gorom sichert Ernährung mit Landtiteln

Im Norden Burkina Fasos kommt es zu Konflikten zwischen Bauern- und Viehzüchterfamilien: Nun heisst es, Weideland juristisch abzusichern.

Mehr

Adivasi im Bundesstaat Chhattisgarh wehren sich

Bei den Kodaku-Adivasi in Indien sind Verschuldungen und Landverlust weit verbreitet. Nun können sie sich besser wehren.

Mehr

Moringabäume und Gemüse gegen Hunger

Der Nordwesten ist einer der ärmsten Teile Haitis, gute Böden sind rar. 15 000 Bäume und Gemüsegärten schaffen Abhilfe.

Mehr

Dem Klimawandel trotzen und Rechte verteidigen

Das Leben im Bassin-Bleu in Haiti ist hart. Agrarökologischer Anbau erweckt kargen Boden zu neuem Leben.

Mehr

Xinka-Identität stärken in den Bergen Xalapáns

Spargruppen, Stärkung der Geschlechter und Kampagnen zum Schutz von Quellen in Guatemala. Es tut sich was.

Mehr

In essbaren Wäldern jederzeit Essen ernten

Lernen, wie Regenwasser im Boden gespeichert und Bäume gepflanzt werden: über das Projekt einer Diözese im Hügelland von Machakos County in Kenia.

Mehr

Im Distrikt Bajura in Nepal lebt es sich nun besser

Die Diskriminierung von Dalits, Frauen und Indigenen im Distrikt Bajura ist immens. Mit anderen NGOs ändern sich deren Lebensbedingungen.

Mehr

Netzwerke gegen Verschuldung im Senegal

Mit Weiterbildungen in Buchführung können die in den letzten Jahren erlernten Kompetenzen auch dauerhaft angewandt werden.

Mehr
Informationsveranstaltung von Adivasi, die draussen im Grünen am Boden sitzen

Tezpur-Adivasi werden schuldenfrei

Kurse und Landtitel, die die eigene Ernährung garantieren: Das wollen Adivasi aus 135 Dörfern im indischen Tezpur erreichen.

Mehr

Kajiado findet Lösungen für Ernährungssicherheit

Halbnomadischen Viehhalterinnen und Viehaltern in Kenia stehen immer mehr unter Druck. Friedliche Lösungen müssen her.

Mehr

Basisgemeinden fördern und Ernährung sichern

Nach vielen Kriegen und Konflikten im Kongo sollen auch die Fischzucht und eiweisshaltige Gemüsesorten genug zu Essen bringen.

Mehr

Agrarökologie stärkt Bäuerinnen und Bauern

Wir unterstützen rund 1000 Menschen im Norden Burkina Fasos, wo wenig Niederschlag und starke Bodendegradation herrschen.

Mehr

Wald schonen und dabei das Überleben sichern

Bodenübernutzung, Klimawandel und Brandrodungsbau haben das ökologische Gleichgewicht im Nordwesten Burkina Fasos empfindlich gestört.

Mehr

Verapaz erhält Landtitel und Landwirtschafts-Know-How

Seit 2009 setzt sich unsere Partnerorganisation in Guatemala für Ernährungssouveränität ein. Nun kommen neue Orte dazu.

Mehr

Masi-Manimba sichert solidarisch die Ernährung

Grosser Nahrungsmangel in der Region Kongos: Saatgut und Schulungen in Kleintier- und Fischzucht schaffen Abhilfe.

Mehr

Kassen, Speicher und Felder miteinander vernetzen

Vieles hat das Spargruppen-Projekt im Senegal erreicht. Nun liegt der Fokus auf Vernetzung, Lobbyarbeit und Klimawandel.

Mehr

Schutz der Rechte auf Grossfarmen und im Bergbau

Informationen, Rechtsbeistand und Lösungen erarbeiten, damit die Rechte der Landarbeiterinnen und - arbeiter endlich berücksichtigt werden.

Mehr

Verantwortung übernehmen und einstehen

«Die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als vorgefunden»: Auch die katholische Pfadi versucht, das Pfadi-Credo zu beherzigen.

Mehr

Vielfalt auf Guatemalas Feldern ermöglichen

Die Biodiversität der Landwirtschaft in Guatemala muss erhalten bleiben. Sie ist ein Schlüsselelement für das Recht auf Nahrung.

Mehr
Menschen veresammeln sich in einem Dorf

Autonom leben können am unteren Amazonas

Im Amazonasgebiet sehen viele das grosse Geld, dass dort gemacht werden kann. Nicht selten auf Kosten der lokalen Bevölkerung.

Mehr

Besitzverhältnisse in Kolumbien klären

Kolumbien fördert den Abbau von Bodenschätzen und lukrative Energieprojekte. Bauernfamilien lernen deshalb, ihre Rechte einzufordern.

Mehr

Ein friedliches Zusammen und gesunde Nahrung

Mit Aktivitäten über die Generationen, Geschlechter und Gemeinschaften den Frieden in Kolumbien mitgestalten und das Recht auf Nahrung sichern.

Mehr

Die Insel Panay appelliert an die Regierung

Nachdem die Nahrungsengpässe auf der Insel der Philippinen verbessert wurde, sollen sich die Menschen auf politischer Ebene Gehör verschaffen können.

Mehr

Die Agtas sind gestärkt

Der Lebensraum der Agtas auf den Philippinen wird immer kleiner. Die Gemeinschaften müssen sich organisieren, um sich für ihr Land wehren zu können.

Mehr

Energieprojekte – doch in wessen Namen?

Klimaschutz heisst auch, die lokale Bevölkerung zu stärken. Eine Kampagne in Brasilien macht darauf aufmerksam.

Mehr

Banken und Pensionskassen investieren sorgfältiger

Geld von Schweizer Finanzinstituten darf nicht in klimaschädliche Projekte fliessen.

Mehr

Netzwerk aus Brasilien an Klimakonferenz

Indigene Gemeinschaften bringen sich in politische Verhandlungen an den Klimakonferenzen ein.

Mehr

Schweizer Städte und Gemeinden handeln fair

Mit der Auszeichnung Fair Trade Town wird nachhaltiger, fairer Konsum gefördert und die ganze Gemeinde einbezogen.

Mehr

Die Lebensgrundlagen gemeinsam verbessern

Klimawandel, Abhängigkeit von teurem Hybridsaatgut und Ausbeutung durch Geldverleiher: Es gibt viel zu tun in Kenia.

Mehr

Verbesserte Lebenssituation in Kalikot

Über 1300 Haushalte haben landwirtschaftliche Beratung erhalten. Nun sollen es noch mehr werden.

Mehr

Familien in Madagaskar verbessern ihre Ernährung

Nach der Organisation in Spargruppen wird in Madagaskar nun auf Dorfebene die Armutssituation verbessert.

Mehr

Mit Spargruppen Armut und Verschuldung überwinden

Spargruppen haben in Madagaskar schon Tausende von Schulden befreit. Nun geht das Projekt in eine neue Phase.

Mehr

Boden, Rechte und Würde für die Menschen in Tocantins

Landtitel und eine Perspektive aus sklavereiähnlichen Arbeitsverhältnissen in Brasilien.

Mehr

Vielfältige Ernährung und Gerechtigkeit

Zugang zu den Primarschulen ist speziell wichtig für stark ausgegrenzte Indigene wie die Chepangs und Tamangs.

Mehr

Gerechte Löhne und Arbeit in der Provinz Westkap

In der Wein- und Früchteproduktion in Südafrika herrschen oft prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen.

Mehr

Fairness lernen im Sommerlager

Kinder und Jugendliche lernen in dem Sommerlagern von Blauring, Jungwacht und Pfadi fair und umweltgerecht zu handeln.

Mehr

Tourismus, der den Armen nützt

Menschen in Entwicklungsländern profitieren oft wenig vom Tourismus. Eine Fachstelle setzt sich für sie ein.

Mehr

Sichere und faire Produktion von Kleidern

Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette von Bekleidungen sollen sich verbessern.

Mehr

Unterstützen Sie Menschen in ihrem Recht auf Nahrung

1

Betragswahl

Wählen Sie hier die Summe, die Sie spenden möchten

haiti

Klima und Energie

Taifune auf den Philippinen, ausgetrocknete Böden in Burkina Faso, Ernteausfälle in Nepal: Insbesondere arme Menschen sind durch den Klimawandel bereits heute bedroht. Unser Engagement gibt betroffenen Menschen eine Stimme – vor Ort, aber auch in der Schweiz und auf internationalem Parkett.

Lesen Sie mehr

Fairer Handel

Produzentinnen und Produzenten im Süden sollen angemessene Preise für ihre Produkte erhalten. Zudem soll das Handelssystem gerechter werden. Dadurch ist Fairer Handel für viele Kleinbetriebe und Kleinbauernfamilien in benachteiligten Ländern ein Weg aus der Sackgasse. 

Lesen Sie mehr
Das Ziel ist, sich gegenseitig Darlehen zu ermöglichen; Rasoanivo mit dem Reisvorrat
der Spargruppe. (Fotos:  Fenitra Rabefaritra/Fastenopfer) (2 MB)
Haiti, SKDK in Carice

Agrarindustrie und die Sicherung der Lebensgrundlagen

Landwirtschaft ist die wichtigste Einkommensquelle der von Armut betroffenen Menschen in Entwicklungsländern. Investitionen in Landwirtschaft sind nötig. Aber welche Art von Landwirtschaft hilft letztlich den Armen?

Lesen Sie mehr