Recht auf Nahrung

Es ist das Recht eines jeden Individuums, allein und in Gemeinschaft mit anderen jederzeit Zugang zu angemessener Nahrung oder Mitteln zu deren Beschaffung zu haben. Fastenopfer unterstützt Menschen dabei, eine sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft zu betreiben und ihre Lebensgrundlagen nachhaltig zu sichern.

Wir setzen uns ein für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung. Im Zentrum unseres Engagements stehen Familien und Gemeinschaften von Kleinbäuerinnen, Fischern, Viehhalterinnen, Jägern und Sammlerinnen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. In vielen der Aktivitäten mit diesen Menschen geht es um den Zugang zu Land und Saatgut, um Wasserversorgung, um Anpassungen an den Klimawandel und letztlich um die Verteidigung ihrer Existenzgrundlagen.

Der Zugang dieser Menschen zu Nahrung, die in der Natur verfügbar ist (Fischen, Jagen, Sammeln), wird in Fastenopfer-Programmen gefördert. Ebenso eine agrarökologische, klimaverträgliche und diversifizierte landwirtschaftliche Produktion und der Zugang zu Nahrungsmitteln auf dem Markt. Kauf und Verkauf von Produkten, Tauschgeschäfte oder Getreide-Sparkassen ermöglichen den Zugang zu weiteren Lebensmitteln.

Besser auf den Klimawandel reagieren können 

Unsere Programme helfen der lokalen Bevölkerung, besser auf den Klimawandel und damit verbundene Naturkatastrophen reagieren zu können.  Sie reduzieren Risiken wie Verschuldung oder Landraub, denen die Menschen ausgesetzt sind. Auch stärken die Programme die Menschen gegenüber den negativen Auswirkungen von wirtschaftlichen Grossprojekten (wie Rohstoffabbau oder Plantagen der Agrarindustrie). Sämtliche Aktivitäten orientieren sich daran, die Lebensgrundlagen der betroffenen Menschen nachhaltig zu sichern.

Dazu arbeiten wir unter anderem in den internationalen Programmen «Energie und Klimagerechtigkeit» und «Agrarindustrie und Sicherung der Lebensgrundlagen». Ausserdem engagieren wir uns stark im Fairen Handel.

Freihandelsabkommen mit Indonesien: Schweiz beschneidet Bauernrechte mit radikalem Sortenschutz

17.12.2018

Die Schweiz drückt einen Sortenschutz durch, der die Rechte der indonesischen Bäuerinnen und Bauern einschränkt und deren Ernährungssicherheit gefährdet.

Die Agrarökologie im Fokus am Welternährungstag

24.10.2019

Am Welternährungstag stand primär die Veränderung des Landwirtschaftssystems im Vordergrund. Eine Veränderung hin zu hin zu agrarökologischen Anbaumethoden…

Ernestina Macuxi, Indigenenvertreterin, und Luis Ventura Vertreter unserer Partnerorganisation CIMI, Bild: Fastenopfer

Mediengespräch über den brennenden Amazonas, Klimakrise und Konzernverantwortung

07.10.2019

Vertreter/innen aus der Schweiz und Brasilien sprachen anlässlich der Amazonassynode. Ihr Fazit: Die Sorge um das gemeinsame Haus sollte die Welt vereinen.

Unsere Projekte zu

Recht auf Nahrung

Justice et Paix engagiert sich für Menschenrechte

Justice et Paix in Haiti setzt sich ein für das Recht Nahrung und auf Land. Zu diesen Themen werden sowohl auf lokaler wie nationaler Ebene Treffen organisiert.

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Fair genutztes Land sichert die Ernährung

Dieses Projekt in Burkina Faso engagiert sich für friedliche Konfliktlösungen und fördert die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden.

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Gute und ausreichende Ernährung für 500 Familien

In Burkina Faso werden Situationsanalysen durchgeführt, um genügend gute Nahrung für alle Dorfgruppen sicherzustellen.

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Gemeinschaftsfelder erlauben, Nahrungsreserven aufzubauen

Die Dorfgruppen in Kongo werden ausgebildet und angeregt ihre Lebensgrundlagen zu verbessern.

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Die Diözese Tshumbe fördert Landwirtschaft und Fischzucht

Die Menschen in Kongo werden mit spiritueller Arbeit und Aktivitäten unterstützt, um die Landwirtschaft zu fördern.

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Gemeinsam für eine gesunde und sichere Ernährung

In Kenia werden die Solidaritätsgruppen in agrarökologischen Methoden ausgebildet um langfristige Veränderungen zu erzielen.

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Das ganze Jahr zu essen dank Agrarökologie und gemeinsamer Arbeit

In Kenia helfen agraröko-logischen Methoden um mindestens den Eigenbedarf an Lebensmitteln zu decken.

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Mit Spargruppen Verschuldung und Armut überwinden

Lokale Animatorinnen und Animatoren in Madagaskar initiieren Spargruppen in den Dörfern.

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Spargruppen in Madagaskar lernen, Trinkwasser aufzubereiten

Rund 1600 Gruppen werden in Madagaskar begleitet, sich von ihren drückenden Schulden zu befreien.

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Krankenkasse ergänzt Solidaritätsgruppen in Thiès

Im Westen Senegals helfen sich Solidaritätsgruppen gegenseitig aus den Schulden und in die Selbständigkeit.

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Klimawandel – Bevölkerung und Behörden werden aktiv

Das Projekt in Senegal orientiert sich an den dringendsten Bedürfnissen der Bevölkerung und berücksichtigt deren komplexen Zusammenhänge.

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Hausgärten geben neue Perspektiven im Namaqualand

In Südafrika wird mit Hilfe von Spargruppen, Hausgärten und Selbsthilfegruppen gegen Armut gekämpft.

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Gerechtigkeit für Menschen in enteigneten Gemeinden und Bergbaugebieten

Die Rechte von Menschen in enteigneten Gemeinden und Bergbaugebieten in Südafrika werden wiederhergestellt.

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Adivasi verteidigen ihre Lebensgrundlagen

In Indien wehren sich die Adivasi gegen die Unterdrückung durch Grossgrundbesitzer und Geldverleiher und befreien sich aus der Abhängigkeit.

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Adivasi wehren sich gegen Staudämme

Die Diözese Jashpur in Indien wird vor Ausbeutung von Industriefirmen geschützt und unterstützt die Adivasi in 180 Dörfern in vier Pfarreien.

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Weniger Hunger in den Bergen von Nordlaos

Die Organisation fördert in Laos die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen.

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Der Regenwald als Ernährungs- und Lebensgrundlage

Das Projekt in Laos setzt sich für verbesserte Lebensbedingungen ein.

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Engagement für die Gesundheit der Frauen

Soziale Veränderungen in Nepal sollen Frauen in der Gesellschaft stärken und Gebärmuttervorfälle verringern.

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Die Artenvielfalt in der Provinz Karnali fördern

Fastenopfer und seine Partner engagieren sich in Nepal für die Verbesserung der Ernährungssituation.

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Land, Rechte und Würde für die Menschen in Tocantins

Kleinbäuer/innen in Brasilien werden beim Kampf um ihre Rechte unterstützt.

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Indigene setzen sich für ihre Lebensgrundlagen ein

Die bedrohten Lebensgrundlagen der Gemeinschaft in Brasilien verteidigen.

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Aufforstung schützt vor Hurrikans und Dürren

In Haiti wird dem Teufelskreis von Verarmung und Übernutzung der Umwelt durch Aufforstung entgegengewirkt.

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Gemeinsam dem Klimawandel trotzen

Das Projekt in Haiti schult in Agrarökologie, um die harten Lebensbedingungen zu überwältigen.

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Zerstörung durch Goldabbau – Fischer und Bäuerinnen fordern Entschädigung

Einsatz Kolumbien für die Demokratisierung, Menschenrechte und Nachhaltigkeit.

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Gesellschaft und Landwirtschaft in Einklang bringen

Das Projekt in Kolumbien fördert eine umweltverträgliche Landwirtschaft und biologische Produkte.

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Rechte auf Nahrung, Land und Wasser verteidigen

Das Projekt in Kolumbien unterstützt Bauernfamilien ihre Rechte auf Nahrung, Wasser und Land einzufordern und verteidigen.

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Würdige Produktionsbedingungen im Süden durch bewussten Konsum im Norden

Das Fair-Trade in der Schweiz soll gestärkt sein.

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Vom Acker zur Politbühne: Bäuerinnen im südsaharischen Afrika

In diesem Projekt werden Bäuerinnen im Südlichen Afrika unterstützt und gestärkt.

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Schulen und anwaltschaftliche Arbeit stärken die Agta

Das Projekt stärkt die Bildungsarbeit und Gemeinschaft der Agta auf den Philippinen.

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Recht auf eigenes Saatgut erhalten

Bäuer/innen auf den Philippinen sollen die Produktion auf ihren kleinen Anbauflächen erhöhen sich für ihre Rechte einsetzen.

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Mam-Maya praktizieren buen vivir, das Prinzip vom guten Leben

In Guatemala wird die Entwicklung der Mam-Maya auf verschiedenen Ebenen gefördert.

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Politische Rechte und Wertschätzung für indigene Völker

Das Projekt unterstützt die stark benachteiligte Maya-Bevölkerung in Guatemala darin, ihre Rechte einzufordern.

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Multinationale Agrarfirmen stoppen

Grain unterstützt Kleinbauernbewegungen in ihrem Widerstand gegen Agrarmultis und diskriminierende Handelspolitiken.

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Lobbyarbeit für das Recht auf bäuerliches Saatgut und Artenvielfalt

Searice fördert in Asien die Umsetzung der Bauernrechtsdeklaration.

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Unterstützen Sie Menschen in ihrem Recht auf Nahrung

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haiti

Klima und Energie

Taifune auf den Philippinen, ausgetrocknete Böden in Burkina Faso, Ernteausfälle in Nepal: Insbesondere arme Menschen sind durch den Klimawandel bereits heute bedroht. Unser Engagement gibt betroffenen Menschen eine Stimme – vor Ort, aber auch in der Schweiz und auf internationalem Parkett.

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Fairer Handel

Produzentinnen und Produzenten im Süden sollen angemessene Preise für ihre Produkte erhalten. Zudem soll das Handelssystem gerechter werden. Dadurch ist Fairer Handel für viele Kleinbetriebe und Kleinbauernfamilien in benachteiligten Ländern ein Weg aus der Sackgasse. 

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Das Ziel ist, sich gegenseitig Darlehen zu ermöglichen; Rasoanivo mit dem Reisvorrat
der Spargruppe. (Fotos:  Fenitra Rabefaritra/Fastenopfer) (2 MB)
Haiti, SKDK in Carice

Agrarindustrie und die Sicherung der Lebensgrundlagen

Landwirtschaft ist die wichtigste Einkommensquelle der von Armut betroffenen Menschen in Entwicklungsländern. Investitionen in Landwirtschaft sind nötig. Aber welche Art von Landwirtschaft hilft letztlich den Armen?

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