Wald schonen und dabei das Überleben sichern

Die Provinzen Mouhoun und Tuy im Nordwesten Burkina Fasos sind der ursprüngliche Kornspeicher des Landes. Doch die jahrelange Übernutzung des Bodens durch den Anbau von Baumwolle in Monokultur, der Klimawandel und der unkontrollierte Brandrodungsbau haben das ökologische Gleichgewicht empfindlich gestört. Unsere Partnerorganisation unterstützt die Menschen dabei, (wieder) unabhängig von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft leben zu können.

Die Ernteerträge in den beiden Provinzen nehmen stetig ab. Der Anbau der Grundnahrungsmittel für den Eigenverbrauch (Hirse, Mais und Hülsenfrüchte) ist gesunken. Die Bauernfamilien können ihren jährlichen Bedarf nicht mehr decken und müssen während der Knappheitsperiode Getreide zu überteuerten Preisen einkaufen. Zudem sind sie zunehmend abhängig von Geldverleihern, um Saatgut, Dünger, Schulgeld und Medizin bezahlen zu können.

 

Karge und verödete Böden wieder fruchtbar machen

 

Damit die Dörfer ihre Wälder erhalten können, müssen die Menschen von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft leben können. Seit einigen Jahren hilft ASAMA deshalb der Bevölkerung, die Landwirtschaft ressourcenschonend zu gestalten.

 

Mit speziellen Methoden, die jeder anwenden kann (Kompost, Zai, Halbmonde), werden karge und verödete Böden wieder fruchtbar gemacht. Dadurch wird verhindert, dass Wälder gerodet werden für neue Landwirtschaftsflächen. ASAMA bildet dafür Schlüsselpersonen in den Dörfern zu Ausbildnern aus, damit sie das Wissen über die Methoden verbreiten.

 

Ausserdem unterstützt ASAMA die Einrichtung von selbsttragende Baumschulen, in welchen lokale Baumarten nachgezüchtet werden. Mit den Setzlingen können gerodete Waldgebiete wieder aufgeforstet werden. Die Bauern nutzen die Bäume auch auf ihren Feldern für Agroforstwirtschaft: Viele Baumarten binden Stickstoff im Boden und verlangsamen die Verdunstung, was den Feldfrüchten zu Gute kommt.

 

In dem Projekt sind insgesamt 1´230 Personen direkt beteiligt, davon 522 Frauen. Indirekt profitieren über 15‘000 Menschen. Diese zweijährige Phase ist eine Ausstiegsphase. In den über 10 Jahren Projektlaufzeit konnte ASAMA das Fundament für eine nachhaltige Landwirtschaft in den Projektdörfern legen. Die Partnerorganisation wird sich zukünftig in anderen Gebieten engagieren.

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