Südlaos' Indigene setzen sich für Landtitel ein

In den Projektregionen in Südlaos liegt die Kontrolle über Land und Ressourcen meist nicht in den Händen der Dorfgemeinschaften. Zusammen mit Fastenopfer erarbeiten sie Strategien, um der Armut zu entfliehen.

Die Dorfgemeinschaften in Südlaos können kaum etwas ausrichten gegen die staatliche Politik, Land in Kapital umzuwandeln, obwohl sie davon besonders stark betroffen sind. Wälder werden abgeholzt und Land wird zu Plantagen umgewandelt. Dies entzieht den indigenen Dorfgemeinschaften die Lebensgrundlage, die auf dem Wald und Produkten aus dem Wald basiert.

 

Obwohl Laos die Deklaration über die Rechte indigener Völker der Vereinten Nationen unterzeichnet hat, fehlt das Wissen über den Inhalt dieser Rechte und niemand fordert deren Einhaltung. Traditionen der Indigenen gehen nach und nach verloren.

 

Darüber hinaus ist Armut unter den Indigenen besonders verbreitet. Zwischen der Bevölkerung im Tiefland und den indigenen Völkern bestehen grosse soziale Ungleichheiten bezüglich Lebensqualität und Zugang zu Ressourcen, Gesundheitsversorgung, Bildung und politischer Macht. Der indigenen Bevölkerung fehlt es zudem oft an Strategien, der Armut zu entfliehen.

 

Gape (Global Association for People and the Environment) realisiert daher ein Projekt, um die Lebensgrundlage der Dorfbevölkerung zu verbessern – im Einklang mit der Natur. Für Gape ist Bildung dabei der Schlüssel, welche den indigenen Gemeinschaften erlaubt, selbst für ihre Rechte einzutreten.

 

Bildung, um sich für die Anerkennung von Landtiteln einzusetzen

 

Bildung verschafft ihnen ein besseres Verständnis für die stattfindenden Veränderungen und befähigt sie, die Situation zu analysieren und sachkundige Entscheidungen zu treffen. Dies ist besonders wichtig für Frauen und Mitglieder indigener Völker, die oft an den Rand gedrängt werden und dadurch stärker gefährdet für Ausbeutung sind.

 

Mit Bildungs-, Aufklärungs- und Advocacy-Arbeit setzt sich die Organisation für eine nachhaltige Verwaltung von Land und Ressourcen, für die Rechte von Indigenen und Frauen sowie für die Anerkennung von Landtiteln ein.

 

Ausserdem hilft Gape, das Grundschulsystem zu verbessern. Ein weiteres Anliegen ist ihr die Gründung und die Stärkung von Basisgruppen innerhalb der Dorfgemeinschaften, damit sich die Bevölkerung gemeinsam und solidarisch für ihre Rechte und ihre Lebensgrundlage einsetzen kann. Rund 11‘000 Menschen aus 14 Dörfern profitieren vom Projekt.

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