Sorgfaltspflicht für Schweizer Unternehmen - Konzernverantwortungsinitiative

Trotz einer weitgehend globalisierten Wirtschaft, werden international tätige Unternehmen selten in die Pflicht genommen, für die von ihnen kontrollierten Subunternehmen Verantwortung zu tragen. So bleiben viele Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen in Ländern mit schwachen Rechtssystemen ungesühnt.

Die UNO hat diesen Umstand als Problem erkannt und 2012 Leitlinien erlassen, die den Unternehmen eben diese Verantwortung zuweist. Unternehmen, die mit global verwinkelten Konzernstrukturen Reichtum erwirtschaften, sollen auch für die negativen Auswirkungen dieser Aktivitäten geradestehen.

Die Schweizer Regierung unterstützte die Ausarbeitung der Leitlinien aktiv und begrüsste deren Fertigstellung. Ins nationale Gesetz übernehmen will sie sie allerdings nicht. Vielmehr appelliert sie an die Freiwilligkeit der Unternehmen.

Deshalb hat eine breite Koalition von über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen – Menschenrechts- und Frauenorganisationen, Hilfswerke und kirchliche Akteure, Gewerkschaften und Umweltverbände – 2015 eine Volksinitiative lanciert, die eine zwingende Sorgfaltsprüfung für Unternehmen vorsieht und bei Nichteinhaltung eine Haftung für Schäden festschreiben will.

Dank der Lancierung der Initiative ist eine breit geführte Debatte in der Öffentlichkeit über die Verantwortung von international tätigen Unternehmen in Gang gekommen. Laut aktuellen Umfragen unterstützt eine Mehrheit der Stimmbürger/innen die Initiative.

Ziel des Projekts ist es, die Aktivitäten des Vereins Konzernverantwortungs-Initiative im laufenden Jahr mitzufinanzieren. Diese Aktivitäten bestehen vorwiegend aus Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeiten, aus der Mobilisierung von Lokalkomitees im ganzen Land und aus dem Aufbau einer schlagkräftigen Kampagnenstruktur für den Abstimmungskampf.

Ziel aller Projektaktivitäten ist letztlich, die Abstimmung zu gewinnen. Denn: Unternehmen, die Schaden anrichten, sollen dafür geradestehen!

Unterstützden Sie die Menschen, deren Menschenrechte verletzt und Umwelt zerstört wird

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