Sorgfaltspflicht für Schweizer Unternehmen

Zusammen mit einer Koalition von Hilfswerken und Umweltorganisationen hat Fastenopfer eine Volksinitiative lanciert. Schweizer Konzerne sollen verpflichtet werden, eine Sorgfaltsprüfung der eigenen Aktivitäten, der Aktivitäten der Tochterfirmen und Zulieferer durchzuführen. So sollen Menschenrechts- und Umweltsvergehen vermieden werden.

In den Projekten von Fastenopfer sehen wir in vielen armen Ländern, wie durch Rohstoffabbau, aber auch wegen Energieprojekten und dem Agrobusiness Menschenrechte nicht respektiert werden und die Umwelt massiv geschädigt wird. Viele der verursachenden internationalen Konzerne haben ihren Sitz in der Schweiz. Deshalb steht die Schweiz auch in der Verantwortung.

 

 

Gültige Volksinitiative

 

Fastenopfer und eine Koalition von Hilfswerken und Umweltorganisationen haben deshalb eine Volksinitiative lanciert. Sie will erreichen, dass Schweizer Konzerne Verantwortung übernehmen für Menschenrechts- und Umweltvergehen. Sie sollen verpflichtet werden, eine Sorgfaltsprüfung bezüglich der eigenen Aktivitäten, der Aktivitäten der Tochterfirmen und Zulieferer durchzuführen. Bei dadurch entdeckten Risiken sollen sie Massnahmen ergreifen, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zu vermeiden. Bei Unterlassung sollen sie in der Schweiz dafür haftbar gemacht werden können.

 

2016 konnte die Koalition, die heute 100 Organisationen umfasst, 135 000 Unterschriften sammeln und übergeben, die Volksinitiative ist gültig. Der Bundesrat hat in seinem Bericht die Problematik anerkannt, setzt aber leider weiterhin auf freiwillige Massnahmen zur Verbesserung und lehnt die Initiative ab. Im Parlament wird die Initiative kontrovers diskutiert, ein Gegenvorschlag ist auf dem Tisch (Stand Ende September 2018).

 

 

Verbindliche Sorgfaltsprüfung

 

Oberstes Ziel des Projekts ist es, dass durch verbindliche Sorgfaltsprüfungen Unternehmen mit Sitz in der Schweiz künftig weder Menschenrechte verletzen noch die Umwelt zerstören. Zur Vorbereitung der Volksabstimmung zeigen Fastenopfer und Brot für alle mit Fallbeispielen die Probleme der Bevölkerung im Zusammenhang mit Rohstoffabbau, riesigen Energieprojekten und industriell betriebener Landwirtschaft auf. Es geht darum, das Thema in der Schweiz breit bekannt zu machen – nicht nur bei Menschenrechtsaktivist/innen, sondern auch bei positiv eingestellten Wirtschaftskreisen, kirchlichen Akteur/innen und bürgerlichen Politiker/innen.

 

Mehr Informationen: www.konzern-initiative.ch und www.kirchefuerkovi.ch

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