Solidarisch zu Frieden und Ernährungssicherheit

Kenia WENJE

Dank neu angelegten Obst- und Nutzbäumen sowie dem integrierten Anbau von Feldfrüchten, können viele Feldfrüchte das ganze Jahr über geerntet werden.

Die Projektregion Wenje liegt im Hinterland der kenianischen Küste. Die Region wird immer wieder von massiven Auseinandersetzungen um die Nutzung natürlicher Ressourcen heimgesucht. Dabei geht es insbesondere um den Zugang zu Land und Wasser in den Ufergebieten des Tana River. Regelmässige Dürren und Überschwemmungen sowie ein starkes Bevölkerungswachstum heizen Konflikte um die begrenzten Ressourcen zusätzlich an.

 

Nach den schweren Zusammenstössen zwischen sesshaften Pokomos und halbnomadischen Wardeis im Jahr 2002 begann die Partnerorganisation Pfarrei St. John the Baptist der Diözese Garissa sich für ein friedliches Zusammenleben und die Sicherung der Lebensgrundlagen zu engagieren.

 

Nach einer vertieften Konfliktanalyse wurden die Gemeinschaften unterstützt, selbständig Lösungsansätze zu finden und umzusetzen. Zudem wurden Friedens-Komitees gegründet und die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden verstärkt. Seither ist es zu keinen grossen Konflikten mehr gekommen, die Situation bleibt aber labil. Deshalb werden diese Anstrengungen konsequent weitergeführt.

 

Die Partnerorganisation Pfarrei St. John geht zudem gezielt den Hunger und die weitverbreitete Armut an. Als erstes schliessen sich Menschen in Solidaritätsgruppen zusammen, denn bei allen nachfolgenden Aktivitäten steht die Solidarität im Mittelpunkt.

 

Einerseits hilft die gemeinsame Arbeit auf den Feldern, die Produktionskosten tief zu halten. Andererseits können die Menschen gegenseitig voneinander lernen und sich gemeinsam für ihre Rechte einsetzen. Zuversicht und gegenseitiges Vertrauen geben den Menschen wieder eine Perspektive und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten.

 

Haben sich die Gruppen etabliert, beginnen die Ausbildungen und die Begleitung durch lokale Animateure. Trainings in nachhaltigen Bodenschutz- und Anbaumethoden nach Prinzipien der Agrarökologie stehen dabei im Zentrum. Dies fördert die Regeneration der Böden und erhöht langfristig die Bodenfruchtbarkeit. In neu angelegten Food Forests, bestehend aus Obst- und Nutzbäumen sowie dem integrierten Anbau von Feldfrüchten, kann Regenwasser länger im Boden gespeichert werden und eine grosse Vielfalt an Feldfrüchten das ganze Jahr über geerntet werden.

 

Die Sicherstellung der Selbstversorgung verringert die Abhängigkeit von ausbeuterischen Geldverleihern und dank dem Verzicht auf teuren Kunstdünger und Insektiziden kann das Geld nun für die Deckung von Schulgebühren oder Spitalkosten verwendet werden.

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