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Die indigene Bevölkerung setzt sich vereint für ihre Rechte ein

Politische Mitsprache und Wertschätzung für die Mayakultur

Guatemala ist mit rund 18 Millionen das bevölkerungsreichste Land Mittelamerikas. Doch die indigene Mehrheit der Bevölkerung hat bis heute kaum Einfluss. Sie wird diskriminiert und ausgegrenzt. Deshalb setzen die Organisationen von Komon Mayab‘ sich gemeinsam für die von der Verfassung garantierten Rechte ein.

Wer sich für Menschenrechte einsetzt, gilt als kriminell

Etwa 80 Prozent der indigenen Bevölkerung in Guatemala leben unter der Armutsgrenze. Ihre traditionellen Bräuche und ihre eigenständigen Sprachen finden kaum Anerkennung. Die vom Staat geförderten Bergbauprojekte und Monokulturen von Ölpalmen oder Zuckerrohr haben zur Folge, dass indigene Bäuerinnen und Bauern von ihrem Land vertrieben werden. Megaprojekte wie der Bau von Wasserkraftwerken bedrohen den Lebensraum der indigenen Gemeinschaften zusätzlich. Doch wenn Betroffene wagen sich zu wehren, reagiert die Regierung mit massiver Polizeigewalt. Wer die Menschenrechte verteidigt, wird zunehmend als kriminell verfolgt.

Eine Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben

Komon Mayab‘, das von Fastenopfer unterstützte Kollektiv der Maya, besteht aus mehreren Organisationen, welche Erfahrung darin haben, die kollektiven und individuellen Rechte der Indigenen einzufordern. Sie nehmen Einfluss gegen die Ausbeutung von Rohstoffen und fordern ein zweisprachiges Schulsystem. Ausserdem beraten sie die indigene Bevölkerung, wie sie an Konsultationen zu Minenprojekten teilnehmen und selbst Lobbyarbeit machen können. Schliesslich geht es ihnen darum, die politische Situation in Guatemala so zu verändern, dass das Land zu einer echten Demokratie wird, in der alle Frauen und Männer die gleichen Rechte haben. Gemeinsam verfügen die beteiligten Organisationen über eine nationale Ausstrahlung.

Guatemala AMMID

In Komon Mayab‘ haben sich landesweit verschiedene Mayagruppen zusammengeschlossen. Gemeinsam gelingt es ihnen, Einfluss zu nehmen auf die guatemaltekischen Behörden und die Regierung. Ziel ist, dass ihre Rechte anerkannt und ihre Forderungen – zum Beispiel nach einem mehrsprachigen Unterricht in der Primarschule – erfüllt werden.  

Ich unterstütze das Engagement von Fastenopfer für die Rechte der Indigenen

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Gemeinsam für das gute Leben – Buen vivir

Seit mehreren Jahren arbeitet Komon Mayab’ mit den Gemeinschaften um Sacatepéquez, Chimaltenango und Sololá, die von dem Bau eines Staudamms betroffen sind. Riesige Stützpfeiler sollen errichtet, Stromleitungen über heilige Stätten gezogen und Menschen aus ihren Häuser und von ihren Feldern vertrieben werden. Der Strom würde nicht den lokalen Gemeinschaften zu Gute kommen, sondern nach Kolumbien exportiert werden. Deshalb leistet die Bevölkerung Widerstand. Aktuell konnte der Bau gestoppt werden. Die Gemeinschaften setzen sich ein für ein anderes Modell des Wirtschaftens, in dem nicht nur Profit zählt, sondern auch die Rücksichtnahme auf die Natur. Denn für sie ist das Buen vivir zentral – ein Leben in Harmonie mit allem, was lebt.

So können Sie unsere Arbeit in Guatemala unterstützen:

Guatemala AMMID

Mit 50 Franken für mehr Mitsprache

Sie ermöglichen die Mitsprache von indigenen Maya in bei Grossprojekten. So können sie verlangen, dass ihre kollektive und individuelle Rechte respektiert werden und die Harmonie mit der Natur erhalten bleibt.

Guatemala KOMON AJQIJAB

Mit 80 Franken für Beratung

Sie unterstützen die Beratung für Indigene. So können diese selbst Lobbyarbeit betreiben und an Projekten teilnehmen, die ihren Gemeinschaften zugute kommen.

Guatemala KOMONAIQIJAB

Mit 150 Franken für gleiche Rechte

Gemeinsam lernen die Mayagruppen ihre Rechte kennen und gewinnen an Selbstvertrauen. Sie werden fähig, diese Rechte einzufordern, was die Lebensbedingungen aller Maya in Guatemala verbessert.

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Menschen, deren Überleben schon vor Corona bedroht war, sind täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Das neue Perspektiven erzählt ihre Geschichten…

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