Netzwerk aus Brasilien an der Klimakonferenz

Die Rechte der indigenen Gemeinschaften sind in Brasilien stark eingeschränkt. Staudämme gefährden nicht nur Fischbestände und damit die Ernährung, sondern auch heilige Orte. Entlang des Flusses Juruena haben sich die Menschen deshalb zum Juruena Vivo Netzwerk zusammengeschlossen. Mit Fastenopfer wird dieses auch an internationalen Foren wie der Klimakonferenz zur wichtigen politischen Stimme.

Der politische Kontext für die Anliegen des Juruena Vivo Netzwerks hat sich verschlechtert – die aktuelle Regierung in Brasilien beschneidet die Rechte indigener Gemeinschaften zu Gunsten der Agrarindustrie. Das Netzwerk bildet Kapazitäten unter Indigenen Gemeinschaften, die sich zusammengeschlossen haben, um ihren Fluss, den Rio Juruena sowie dessen Zuflüssen, zu verteidigen. Dabei geht es auch gegen Interessen, den Fluss für die Energiegewinnung zu nutzen.

 

 Gemeinsam für mehr politischen Einfluss

 

Die Stimmen des Netzwerks müssen gestärkt werden. Sonst werden die Bedürfnisse der Gemeinschaften noch weiter eingeschränkt. Dazu verstärken VertreterInnen von Juruena Vivo Netzwerk den Druck auf die Regierung auch an internationalen Foren. Da bekommen sie Aufmerksamkeit und Regierungsvertreter können nicht weghören. Dadurch vergrössern sie politischen Einfluss.

Mit ihren Geschichten und Aktionen kämpfen sie gegen über hundert geplante Staudämmen. Auf diese Weise sind auch die für viele Gemeinschaften ihre Dörfer entlang von Flüssen, ihre Fischgründe oder heiligen Orte wie Stromschnellen und Wasserfälle gefährdet.

 

Nicht nur für zukünftige Generationen, sondern auch für den globalen Klimaschutz

 

Ohne soziale Kontrolle und internationalen Druck auf die autoritäre Politik der brasilianischen Regierung sind die Prozesse im Zusammenhang mit der Bewilligung von Wasserkraftprojekten zunehmend undurchsichtig. Darunter leiden indigene Gemeinschaften. Sie lernen erst, sich zu organisieren und sich in politische Verhandlungen in klimatisierten Konferenzräumen einzubringen. Genau da aber müssen sie ihre Geschichten erzählen, wenn sie ihre Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen sichern wollen. Und ganz nebenbei einen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten. Fastenopfer unterstützt sie dabei.

 

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