Multinationale Agrarfirmen stoppen

Im vorherrschenden neoliberalen Wirtschaftsmodell fördern die staatlichen Landwirtschafts- und Handelspolitiken weltweit eine industrielle Landwirtschaft, welche von multinationalen Agrarkonzernen dominiert und kontrolliert wird. Diesen geht es vorrangig um eigene Profite; dabei wird die lokale Nahrungsproduktion vernachlässigt.

Dies hat verheerende Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung; die Kleinbauern und –bäuerinnen und die indigene Bevölkerung. Die Ausbreitung von Plantagen für Mais, Palmöl und andere Monokulturen führt zu Landvertreibung, zum Verlust der Artenvielfalt und zu Umweltschäden. Saatgut- und Sortenschutzgesetze in Entwicklungs- und Schwellenländern eröffnen multinationalen Saatgut- und Agrarchemiefirmen neue Märkte. Entsprechende Gesetze in manchen Ländern zwingen Bauern und Bäuerinnen bereits dazu, ihr selbstgewonnenes Saatgut aufzugeben und High-Tech-Saatgut zu verwenden. Dieses darf weder getauscht noch nachgezüchtet werden. Sonst machen sich die Bauern und Bäuerinnen strafbar.

Eine vielfältige Ernährung fördern, über die die lokale Bevölkerung selbst bestimmt

Grain, eine kleine, dezentral organisierte internationale Organisation, unterstützt Kleinbauernbewegungen und Netzwerke in Afrika, Asien und Lateinamerika in ihrem Widerstand gegen Agrarmultis und gegen diskriminierende Handels- und Landwirtschaftspolitiken. Ziel ist es, von den Bauern und Bäuerinnen selbst kontrollierte Ernährungssysteme zu fördern, welche auf Saatgutvielfalt, Erhaltung der Artenvielfalt und ökologischer Landwirtschaft beruhen. Die Unterstützung erfolgt unter anderem in Form von unabhängigen Analysen, Studien, Publikationen und internationaler Vernetzungsarbeit sowie bei Kampagnen. Grain berät diese Organisationen auch in der Entwicklung ihrer Lobbystrategien gegen Firmen, Saatgutgesetze und grossflächige Landaneignungen. Im Weiteren vermittelt Grain Bauernorganisationen Organisationsbildung und berät und unterstützt die entwicklungspolitische Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen weltweit, darunter auch Projektpartner von Fastenopfer.

Unterstützden Sie die Menschen, deren Recht auf Nahrung bedroht ist

Unterlagen für Pfarreien zur Unterstützung des Internationales Programms «Sicherung der Lebensgrundlagen angesichts der Agrarindustrie»

Hier

Weitere Informationen zum Programms «Sicherung der Lebensgrundlagen angesichts der Agrarindustrie»