Moringabäume und Gemüse gegen den Hunger

Der Nordwesten ist einer der ärmsten Teile Haitis. Die Gegend ist schlecht erschlossen, gute Böden sind rar, Regen fällt spärlich und aufgrund des Klimawandels immer unregelmässiger. 15 000 Moringabäume und Gemüsegärten sollen Abhilfe schaffen - gegen den Hunger, aber auch gegen die Folgen des Klimawandels.

Im 2017 gab es ein Pilotprojekt über sechs Monate, bei dem zusätzliche Aktivitäten innerhalb eines bestehenden Projektes unterstützt wurden. Nach erfolgreichem Pilotprojekt folgt nun ein einjähriges Projekt. Wenn dieses die Erwartungen erfüllt, gibt es eine reguläre Partnerschaft mit mehrjährigen Projekten.

 

Mit dem neuen Projekt wird Obred in einer neuen Projektregion und mit neuen Begünstigten aktiv: In drei Dörfern von Plate-Forme (Commune Bombardopolis) wird die Organisation mit 100 Bauernfamilien arbeiten.

 

Bodenschonende Anbaumethoden, pflanzliche Insektizide und die Gewinnung von neuem Saatgut

 

Diese werden in Agrarökologie ausgebildet und darin unterstützt, Gemüsegärten anzulegen. Da Trockenheit immer wieder ein Problem darstellt, werden sogenannte Tiefbeete angelegt, welche das Regenwasser zurückhalten und versickern lassen. Zudem sammeln sich darin Pflanzenreste an, welche den Boden wiederum vor Austrocknung schützen und ihm Humus zuführen.

 

Um den Boden zu verbessern, lernen die Betroffenen auch Kompost herzustellen. Weitere Themen sind die Herstellung pflanzlicher Insektizide und die Gewinnung von Saatgut. 

 

Mit der Beteiligung der Bevölkerung wird eine Baumschule aufgebaut. Darin werden Moringabäume gezogen (insgesamt 15 000 Pflanzen) und anschliessend den Bauernfamilien der Region abgegeben. Diese pflanzen sie auf ihren Grundstücken und können durch die Früchte und das Holz ein zusätzliches Einkommen erzielen.

 

Gleichzeitig tragen die Bäume zur Bekämpfung von Erosion und zur Verbesserung des lokalen Klimas bei. Die Blätter des Moringabaumes dienen zudem als sehr gesundes Gemüse oder zur Herstellung von Ziegenfutter. Um den Bauernfamilien den Umgang mit den Auswirkungen der Klimaveränderung zu erleichtern, werden sie in Wassermanagement, Klimawandel und in der Vorbeugung von Naturkatastrophen ausgebildet. 

 

Um das Problem der Verschuldung anzugehen, werden die Familien dabei unterstützt, sich in Spargruppen zu organisieren und gemeinsam kleine Beträge auf die Seite zu legen, damit sie sich gegenseitig über Durststrecken helfen können. Zudem werden die Begünstigten geschult und begleitet in Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Recht auf Land und gewaltlose Konfliktbewältigung.

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