Landkonflikte lösen und die Ernährung verbessern

Kenia NGONG

Das Projekt in Kenia bietet landwirtschaftliche Ausbildungen für Frauen an und unterstützt die Bevölkerung bei illegalen Landbesetzungen oder Viehdiebstählen.

Die rund 300 Kilometer westlich von Nairobi gelegene Region Kilgoris wird traditionell von Maasai, Kalenjin und Kuria bewohnt. Auch zugezogene Ackerbauernfamilien anderer Ethnien leben dort. Die unterschiedlichen Lebensweisen und wirtschaftlichen Aktivitäten der Viehzüchter und Bauern führen immer wieder zu Konkurrenzsituationen und Konflikten.

 

Auslöser für Konflikte sind meistens illegale Landbesetzungen oder Viehdiebstähle, die in gewalttätige Auseinandersetzungen mit Toten münden können. Betroffene können oftmals ihre Felder nicht mehr bestellen oder ihr Zugang zum Markt wird abgeschnitten. Dadurch fallen Ernten und Verdienstmöglichkeiten weg. Zudem werden Frauen ihrer Grundrechte beraubt, da sie in der Regel von Entscheidungsprozessen bei der Landaufteilung ausgeschlossen werden.

 

Die Partnerorganisation Caritas Ngong hat sich in den vergangenen Jahren intensiv für die Bevölkerung von Kilgoris engagiert. Sie bildete Friedenskomitees mit Mitgliedern der verschiedenen Interessensgruppen aus, gründete und begleitete Selbsthilfegruppen und bildete Frauen in biologischer Landwirtschaft aus. Damit Jugendliche nicht mehr das Vieh der Nachbargruppen stehlen, begleitete sie Caritas Ngong bei der Erschliessung neuer Einkommensmöglichkeiten.

 

In der aktuellen Projektphase führen die Verantwortlichen von Caritas Ngong die Friedensarbeit fort. Sie gehen aber auch einige der Ursachen der Konflikte an. Dazu zählt der Verlust traditioneller Werte wie Solidarität, die grosse Armut und hohe Verschuldung. Die Menschen werden ermuntert, sich in Solidaritätsgruppen zusammenzuschliessen, sich gegenseitig bei der Feldarbeit zu helfen und neues Wissen gemeinsam anzuwenden.

 

Damit – ebenso wie durch alternative Anbaumethoden nach den Prinzipien der Agroökologie – sichern sie ihre Ernährung ganzjährig und essen gesünder. Dank gezielter Ausbildung lernen die Menschen, die Bodenfruchtbarkeit ohne chemische Dünger zu erhöhen, Regenwasser zu fassen und Küchengärten anzulegen.

 

Lokale Animatoren und Animatorinnen begleiten die Gruppen und greifen bei den Ausbildungen immer wieder auf traditionelles Wissen und Werte zurück, die in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten sind. Zuversicht und gegenseitiges Vertrauen geben den Menschen wieder eine Perspektive und den Glauben, ihre Rechte einfordern zu können.

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