Kassen, Speicher und Felder miteinander vernetzen

Vieles wurde erreicht im Spargruppen-Projekt im Senegal. Dies erlaubt es Fastenopfer, seinen Fokus dort zum Beispiel nun vermehrt auf Netzwerkbildung, Lobbyarbeit und Probleme wie die Folgen des Klimawandels zu legen.

UGPM ist ein seit 1985 bestehender Bauernverband. Er arbeitet seit 12 Jahren mit Fastenopfer in verschiedenen Projekten zusammen.

 

In den letzten Jahren haben sie viel erreicht. 83 Solidaritätskassen haben seit 2011 über 9 000 Franken gespart. Sie vergeben laufend zinslose Kredite an die Familien. Diese Kredite helfen bei Nahrungsmittelknappheit, medizinischen Notfällen oder der Einschulung.

 

Die 56 Dorf-Konventionen gegen extreme Ausgaben bei familiären und religiösen Zeremonien, die 54 Gemeinschaftsfelder und 49 Gemeinschaftsspeicher verhindern außerdem Verschuldung und Hunger bei den betroffenen Familien.

 

Jetzt geht UGPM einen Schritt weiter. Sie versuchen diese Organisationsstrukturen in den Dörfern selbständiger zu machen. Zu diesem Zweck werden die Strukturen wie Kassen, Speicher, Felder und Konventionen miteinander vernetzt. So können sie sich gemeinsam weiterentwickeln und sich gegenseitig unterstützen.

 

Fastenopfer seinerseits kann sich später langsam aus dem Projekt zurückziehen. Im Gegenzug bildet unsere Partnerorganisation die Mitglieder der Gremien dieser Strukturen weiter aus. Zusätzlich setzen sie die Mitglieder miteinander in Kontakt. Dabei finden sie in gemeinsamen Diskussionen Lösungen, wie sie sich nachhaltig organisieren und wie sie im Fall von Problemen vorgehen können.

 

Frauen profitieren vermehrt von der Wertschöpfung

 

Ausserdem arbeitet UGPM auch in der aktuellen Phase mit weiteren Ausbildungen der Dorfgruppen. Die Bauernfamilien lernen, wie sie Kompost herstellen können. Damit düngen sie im Anschluss ihre Felder. Die 40 ausgebildeten Personen geben in ihren jeweiligen Dörfern das gewonnene Wissen weiter. So erreicht UGPM über 1 200 Personen.

 

Den gleichen Prozess wenden sie für eine Ausbildung zur Herstellung von Erdnussöl an. Dabei profitieren Frauen vermehrt von der Wertschöpfung. Ebenfalls erhöhen sich ihre Einkommen. Im gleichen Stil finden Ausbildungen zur Heuherstellung und -speicherung und Kochausbildungen statt.

 

Die Partnerorganisation macht Letztere mittels öffentlicher Kochwettbewerbe attraktiver. Sie regen zum Konsum von günstigen und nährhaften Lokalprodukten an. Ein Forum zu Menschenrechten und Islam sensibilisiert die Menschen dafür, dass die Menschenrechte im Islam verankert und mit der Religion vereinbar sind.

 

UGPM führt ein weiteres Forum zum Thema Bodenreform durch. Darin schulen sie 40 Bauern und Bäuerinnen vertieft weiter. Damit ermutigen sie die Menschen in ihren Dörfern bei der Einforderung ihrer Rechte.

 

Interne Ausbildungen zu Netzwerkbildung, Lobbyarbeit und Klimawandel stärken die Kompetenzen der Organisation.

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