Gemeinsam für eine gesunde und sichere Ernährung

Viele Menschen im trockenen Makueni County gehören zur Gruppe der Kamba, die traditionell von Ackerbau und Viehhaltung leben. Klimawandel und weitverbreitete Abholzung tragen erheblich dazu bei, dass der Regen immer unzuverlässiger fällt und die Böden im Hügelland durch Erosion stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Missernten sind die Regel statt die Ausnahme. Viele Kleinbauern und -bäuerinnen sind tief verschuldet, wozu nicht nur die hohen Schul- und Gesundheitskosten, sondern auch teure Inputs wie Hybridsaatgut, Dünger und Pestizide beisteuern. Oft haben die Menschen kaum genug zum Leben, manchmal reicht es nicht einmal mehr zum Essen.

Die Partnerorganisation Utooni Development Organization (UDO) ist aus Initiativen der Menschen im Kaiti Subcounty hervorgegangen und ist seit zwei Jahrzehnten in der Region tätig. Die Organisation ist auf nachhaltige Landwirtschaft, Wasser und Hygiene spezialisiert. UDO fördert unter anderem den Bau von Sanddämmen, die bei starken Regenfällen Sand und Wasser in den Flussbetten zurückhalten und versickern lassen, worauf dann in Trockenzeiten zurückgegriffen werden kann. Seit 2018 arbeiten UDO und Fastenopfer zusammen. Erfahrungen aus andern Projektregionen haben gezeigt, dass stabile Gruppenstrukturen und ein bewusstes Leben vergessener Werte wie Solidarität und Vertrauen eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Arbeit sind. Deshalb konzentrierte sich UDO in der ersten Projektphase auf die Mobilisierung und den Aufbau von 15 sogenannten Solidaritätsgruppen, in denen sich 242 Bäuerinnen und 116 Bauern zusammenfanden.

Nun folgt die nächste Phase, in der die Solidaritätsgruppen Ausbildungen in agrarökologischen Methoden erhalten. Schwerpunkte sind die Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und Kompostierung, schonende Bodenbearbeitung, Wasserhaushalt, natürliche Schädlingskontrolle, Baumpflanzungen sowie Saatgut- und Setzlingsproduktion. Diese Ausbildungen finden jeweils auf den Höfen der Mitglieder statt und sind mit Gemeinschaftsarbeit kombiniert, um gemeinsames Lernen zu fördern. Auch hält dies die Produktionskosten tief und ermöglicht eine gemeinsame Anwendung von gelernten Techniken. Die vielen zupackenden Hände machen die schwere Arbeit erträglicher. UDO bildet die Gruppen nicht nur aus, sondern begleitet sie auch eng, um langfristige Veränderungen zu erzielen. Die Begleitung der Gruppen nehmen Animatoren und Animatorinnen wahr, die von der lokalen Bevölkerung ausgewählt und anschliessend vom Projektteam ausgebildet wurden.

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