Frauen nehmen teil am Friedensprozess

Frauen und Mädchen sollen gleichberechtigt in Friedensverhandlungen und den Wiederaufbau einbezogen werden, so fordert es die UNO-Resolution. Mit Unterstützung von Fastenopfer lernen sie, ihre Anliegen gegenüber den Gemeinden klar zu formulieren und ihre Ziele zu erreichen.

Die Resolution 1325 der UNO fordert, dass nach einem Krieg Frauen und Mädchen gleichberechtigt in Friedensverhandlungen und den Wiederaufbau einbezogen werden. Diese Resolution ist die Grundlage des Projekts der Corporación de Apoyo a Comunidades Populares (Codacop) nach dem Bürgerkrieg in Kolumbien.

 

Seit ihrer Gründung 1984 setzte sich die Organisation für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Im Norden des Departements Cauca und in Vororten der Hauptstadt Bogotà begleitete sie Frauengruppen, damit diese ihre Anliegen gegenüber den Gemeinden klar formulieren lernen und ihre Ziele und eigenständig erreichen. In diese gemeinschaftlichen Prozesse werden immer auch spirituelle und interkulturelle Aspekte einbezogen.

 

Nach dem Friedensvertrag zwischen der Regierung und den Farc-Rebellen von 2016 geht es nun darum, die Umsetzung der Vereinbarungen in Kolumbien zu begleiten.

 

Codacop konzentriert sich dabei auf Aspekte der integrierten ländlichen Entwicklung, auf das Prinzip der Gewaltlosigkeit und die Wiederherstellung der Rechte der kolumbianischen Frauen. Dafür arbeiten sie mit allen Partnerorganisationen von Fastenopfer in den Departementen Cauca, Caquetá, Huila und Tolima zusammen.

 

Ein runder Tisch und  «Frauengipfel»

 

Insgesamt werden durch die Arbeit von Codacop etwa 140‘000 Menschen erreicht. Die meisten davon sind Frauen, die als Nichtregierungs-Organisationen oder in Gemeinden organisiert sind.

 

Um die Bevölkerung auf dem Land und in Stadtnähe zu erreichen, entwickelt Codacop verschiedene Vermittlungsmethoden. Grundlage der Arbeit sind Forschungen über die Funktion der Medien und ihrer Inhalte. Zudem ist Codacop vertraut mit der Gesetzgebung und der genauen Analyse von Dokumenten.

 

Diese Kenntnisse werden über Newsletter und die sozialen Medien weitergegeben. Auch entwickelt Codacop Schulungsmodule und bietet Ausbildungen an.

 

Die Organisation begleitet zudem Frauen zu runden Tischen und zum Gipfel der Frauen für den Frieden, wo sie ihre Erfahrungen und Lösungsansätze zu den bestehenden Problemen der kolumbianischen Gesellschaft einbringen können.

 

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