Poltische Gefangene unterstützen und Menschenrechtsverletzungen dokumentieren

Menschenrechte schützen und fördern - mehr denn je

In den Philippinen sind die Menschenrechte akut bedroht. Seit 1974 setzt sich die Gefangenenhilfsorganisation Task Force Detainees of the Philippines (TFDP) für die Freilassung politischer Gefangener und den Schutz der Menschenrechte allgemein ein. Bei ihrer Arbeit kann sie auf eine reiche Erfahrung zurückgreifen.

Kritiker und Kritikerinnen werden mit Morddrohungen eingeschüchtert

Unter dem Deckmantel der Drogen- und Terrorismusbekämpfung veranlasst Präsident Rodrigo Duterte seit 2016 zahllose aussergerichtliche Tötungen. Kritikerinnen und Kritiker aus christlichen, muslimischen oder säkularen Gruppen werden eingeschüchtert. Dabei schreckt Duterte vor Morden nicht zurück. Im Juni 2020 wurde selbst die prominente Ordensfrau und Frauenrechtlerin Mary John Mananzan als Terroristin bezeichnet. Dadurch geriet die 80-jährige Benediktinerin, eine langjährige Projektpartnerin von Fastenopfer in Lebensgefahr, denn Killerkommandos verstehen dies als Tötungsaufruf. Weiterhin verheerend sind auch Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Minentätigkeiten. Immer wieder müssen Menschen Grossprojekten Platz machen und verlieren ihr Land und ihre Lebensgrundlagen. Grundlegende Menschenrechte, wie das Recht auf Nahrung sowie die Rechte indigener Völker, werden regelmässig verletzt.

Ziel: Freilassung aller politischen Gefangenen und Menschenrechte für alle

TFDP setzt sich dafür ein, dass Menschenrechtsvergehen verfolgt und bestraft werden und so die Kultur des Stillschweigens und der Straflosigkeit durchbrochen wird. Deshalb dokumentiert sie systematisch Verletzungen von Menschenrechten und versucht, sie strafrechtlich zu verfolgen. Dafür knüpft sie Kontakte zu Anwälten und Anwältinnen, welche die Fälle vor Gericht vertreten. Immer noch wichtig ist ihr Engagement für politische Gefangene. Sie versorgt sie unter anderem mit Nahrungsmitteln, letztlich aber ist das Ziel ihre Freilassung sowie die generelle Entkriminalisierung von Menschenrechtsaktivitäten.

Ausbildung für zukünftige Verteidiger und Verteidigerinnen der Menschenrechte

Ein weiteres wichtiges Standbein von TFDP ist die Bildungsarbeit. Die Organisation bietet Kurse zu Menschenrechten und Rechten indigener Völker für Studierende, Medienschaffende sowie zivilgesellschaftliche Organisationen an. Dabei wird eine neue Generation von Menschenrechtsaktivisten und -aktivistinnen ausgebildet, die sich in Zukunft für die Rechte von Menschen einsetzen werden.

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