Mangroven aufforsten, Fangmethoden ändern und sich vor Taifunen schützen

Fischerfamilien schützen ihre Lebensgrundlagen

CERD, Kinder zeigen ihren Frang, Fische, Fischerboot

Das Leben der Fischerfamilien in der Bucht Bantayan war bedroht: Der Fischfang nahm dramatisch ab. Zum einen, weil grosse Fangboote in die Bucht vordrangen und sich der Fischbestand nicht mehr erholen konnte. Aber auch, weil sie selbst die Mangrovenwälder zerstörten und angefangen hatten, mit Dynamit zu fischen. Zusammen mit Bevölkerung und Gemeindebehörden ist die Fastenopfer-Partnerorganisation Cerd dabei, die Lebensgrundlagen wiederherzustellen und das Einkommen von 450 Haushalten langfristig zu sichern.

Wenn das ökologische Gleichgewicht zerstört ist, geht es allen schlecht

Die Bucht von Bantayan im Norden der Insel Samar ist ein wichtiges Flussmündungsgebiet, das einer Vielzahl von Fischarten, Muscheln und Krebsen Heimat bietet. Trotzdem sind die Lebensgrundlagen der Kleinfischer und ihrer Familien in den Küstendörfern bedroht. Die Fischbestände in den Küstengebieten haben in den letzten Jahren drastisch abgenommen. Grund dafür sind Überfischung durch grosse Fangboote, die bis in die Küstengewässer vordringen, destruktive Fischfangmethoden und Abholzung der Mangroven, welche das Ökosystem der Küste aus dem Gleichgewicht bringen. Ausserdem bringen extreme Wetterereignisse wie Taifune regelmässig die Lebensgrundlage der Menschen in Gefahr.

Fischbestände und Mangrovenwälder langfristig erhalten

Die Organisation Cerd setzt sich dafür ein, dass die Fischerfamilien ihren Zugang und die Kontrolle über die natürlichen Ressourcen und damit über ihre Lebensgrundlage verbessern: Fischerorganisationen sollen selbstbestimmt ihre Rechte einfordern können. Die natürlichen Ressourcen sollen geschützt und nachhaltig genutzt werden. Um diese Ziele zu erreichen, gründet Cerd Gruppen, die sich solidarisch für ihre Anliegen einsetzen und gemeinsame Investitionen tätigen, um auf diese Weise ihr Einkommen zu sichern. Im Rahmen dieser Gruppen werden Schulungen durchgeführt: Sie lernen, wie sie sich und ihre Arbeit gut planen und organisieren, sie werden eingeführt in lokale und nationale Gesetze und in nachhaltige Methoden der Fischerei.

Erfolgreiche Massnahmen werden auf die ganze Bucht ausgeweitet

Zusammen mit der Bevölkerung und den Behörden der Gemeinde Mondragon hat Cerd in den letzten Jahren viele Verbesserungen erreicht: Die Mangrovenwälder wurden aufgeforstet. Es gibt nun wieder Schutzzonen vor der Küste, welche von den Frauen bewirtschaftet werden. Die schädliche Fischerei mit Dynamit wurde gemeinsam abgeschafft. Die Gemeinde weiss, wie sie sich wehren kann, wenn Fangboote von aussen den gesetzlich festgelegten Abstand zur Küste nicht einhalten. Auch haben die Familien gelernt, wie sie sich und ihr Hab und Gut vor Taifunen schützen können. In der neuen Projektphase werden zwei weitere Gemeinden in das Projekt einbezogen, um die Fortschritte auf die ganze Bucht auszuweiten. Cerd unterstützt diese ganzheitliche Entwicklung in der Bucht Bantayan mit zahlreichen Aktivitäten.

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