Fair genutztes Land in Burkina Faso sichert die Ernährung

Burkina Faso A2N

Im Norden Burkina Fasos kommt es vermehrt zu Konflikten zwischen Bauern- und Viehzüchterfamilien: Friedliche Lösungen müssen her.

Die Association Nodde-Nooto (A2N) begleitet Menschen in 14 Dörfern, die in der Sahelzone im Norden von Burkina Faso leben.

 

In der Vergangenheit kam es in dieser Zone vermehrt zu lokalen Auseinandersetzungen zwischen Bauern- und Viehzüchterfamilien. Sie stritten sich um den Zugang zu Weideland und Wasser, weil beide Ressourcen immer knapper werden. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung. Die Partnerorganisation A2N engagiert sich deshalb zusammen mit den betroffenen Menschen für friedliche Konfliktlösungen. In den letzten Jahren wurde zudem der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung und den lokalen Behörden gefördert. Gemeinsam mit allen Betroffenen klärte A2N, welche natürlichen Ressourcen vor Ort vorhanden sind.

 

Danach wurde ein Konzept der nachhaltigen Landnutzung entwickelt und erste Erfahrungen damit gesammelt. Diese Landnutzungsvereinbarungen werden nun übersetzt und bei allen relevanten Akteuren verbreitet, vor allem auch bei Behörden und Lokalregierungen.

 

Gleichzeitig werden die Behörden im Verwalten des Gebietes ausgebildet und begleitet. Ausserdem wird die Bevölkerung dabei unterstützt, eigene Landtitel für ihre Felder zu erwerben. So können die Rechte der Bevölkerung langfristig gesichert werden. Entgegen der Tradition werden auch Frauen ermuntert, Landtitel zu beantragen.

 

Im laufenden Projekt wird zudem die Nahrungsmittelproduktion nachhaltig und mit lokalen Mitteln erhöht. Unter anderem wird die Bodenqualität weiter verbessert, damit auf den ausgelaugten und erodierten Böden wieder vermehrt produziert werden kann. Die Methoden sind den trockenen Bedingungen der Gegend angepasst. Dazu gehören unter anderem Kompostgräben und Wasserrückhaltemäuerchen aus Stein. Um die Versorgung der Bevölkerung ganzjährig zu garantieren, bauen die Dörfer Solidaritätsspeicher. Wenn einer Familie während der Trockenzeit die eigenen Vorräte ausgehen, kann sie sich dank des Solidaritätsspeichers versorgen. Bei der nächsten Ernte gibt sie die Nahrungsmittel – Hirse oder Mais – an den gemeinsamen Speicher zurück.

 

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