Friedliche Konfliktlösung und Gemüsegärten eröffnen Perspektiven

Die neuen Wege der nomadischen Massai

DUPOTO, Mann und Frau tränken das Gemüse

Im trockenen Kajiado streiten die Massai-Gemeinschaften um Wasser und Land, denn beide Lebensgrundlagen werden knapper, bedingt durch Klimawandel und den Zuzug von Leuten aus anderen Landesteilen. Im Projekt lernen Friedenskomitees mit den Betroffenen nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Es geht darum, Land und Wasservorräte künftig gerecht aufzuteilen und schonend zu nutzen.

Neue Landnutzung bringt neue Konflikte

Das Projekt wird in den trockenen Gebieten von Kajiado durchgeführt, die fast ausschliesslich von Massai bewohnt werden. Für die Massai sind grosse Rinderherden ein hohes kulturelles Gut, Symbol für Wohlstand und Macht. Doch die zunehmende Trockenheit aufgrund des Klimawandels, übernutzte Weiden und das Bevölkerungswachstum erschweren die Viehzucht zunehmend. Viele Familien steigen auf Ackerbau um. Ursprünglich war das ganze Land Gemeinschaftsbesitz. Da einige Massai das Land nun aufteilen und verkaufen möchten, kommt es zu grossen Spannungen und Konflikten.

Konflikte früh angehen, Lösungen suchen, verbindliche Vereinbarungen treffen

Die Partnerorganisation Dupoto-e-Maa ist spezialisiert auf Wasser- und Landmanagement. Fastenopfer hat die Organisation in den letzten Jahren darin unterstützt, in den Gemeinden Friedenskomitees aufzubauen. Ihre Mitglieder lernten, wie sie Konflikte angehen können und wie man gemeinsam Lösungen findet. Um diese Friedensarbeit langfristig sicherzustellen, intensiviert Dupoto-e-Maa jetzt die Ausbildung. Konsequent werden Entscheidungsträger wie Behördenmitglieder oder Dorfchefs in die Arbeit einbezogen. Es geht vor allem darum, Konflikte früh zu erkennen und gültige Vereinbarungen zwischen den verschiedenen Interessengruppen zu treffen.

Gemüsegärten fördern das gegenseitige Vertrauen

Die Mitarbeitenden von Dupoto-e-Maa zeigten den Leuten auch, wie sie vielfältige Gemüsegärten nach agrarökologischen Methoden anlegen können. Die gemeinsame Arbeit fördert das gegenseitige Vertrauen und den Austausch. Die Ernährung vieler Familien wird dadurch verbessert, die Stellung der Frauen gestärkt. Neu werden am Rande der Gemüsegärten zusätzlich Bäume gepflanzt und es werden vielfältige dürreresistente Sorten genutzt.

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