Die Ernährung trotz Klimawandel sichern

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Lebendhecken, Düngerproduktion und Wiederaufforstung sind nur einige der Massnahmen, um die Bodenqualität in Burkina Faso zu verbessern.

Lougouzena, die Partnerorganisation von Fastenopfer, begleitet rund 1500 Frauen in fünf Dörfern in der Nähe der Grenze zu Ghana. Gemeinsam engagieren sie sich für eine vielfältige, lebendige Landwirtschaft. Schulung und praktisches Arbeiten bilden die Grundpfeiler des Projektes.

 

Burkina Faso ist seit Kurzem zu einem demokratischen Regierungssystem zurückgekehrt. Insbesondere die Jugend hat den Regierungswechsel 2016 durch einen Aufstand mit verschiedenen Forderungen erzwungen. Dies hat zu mehr politischer Partizipation und Transparenz geführt, was sich auch positiv auf die Arbeit von Lougouzena auswirkt, beispielsweise in der Zusammenarbeit mit den Behörden.

 

Im gesamten Projektgebiet sind die Böden ausgelaugt. Die Ernteerträge sind infolge dieser Übernutzung gering. Zudem bleiben die Niederschläge aus. Dadurch verteuert sich das Getreide auf den lokalen Märkten. Die Ernährung ist nicht mehr sichergestellt. In der Trockenzeit müssen die Familien Nahrung überteuert einkaufen, teilweise müssen sie sich verschulden. Die Abhängigkeit der Produzentinnen und Produzenten von Saatgut- und Pestizidanbietern ist eine weitere Sorge.

 

Die Frauengruppen wirken den sinkenden Ernteerträgen mit verschiedenen Ansätzen entgegen: Der Bau von Lebendhecken hemmt die Winderosion und erhöht die Wasserspeicherkraft der Böden. Komposthaufen produzieren nachhaltigen und günstigen Dünger und wirken somit der Verschuldung entgegen. Auch die Wiederaufforstung in der Region trägt zur Verbesserung der Bodenqualität bei, weil mehr Wasser gespeichert werden kann. Um die Wiederaufforstungsflächen zu bestimmen findet ein Konsultationsprozess mit der lokalen Bevölkerung statt.

 

Die Produktion und Vermarktung von Karitébutter ermöglicht den Frauen ein Zusatzeinkommen. Auch Schulungen zur Zucht von Hühnern und deren Verkauf auf lokalen Märkten werden angeboten. In Gemeinschaftsspeichern wird der Ertrag der Gemeinschaftsfelder gelagert. Dieser dient für die Periode der Nahrungsknappheit und wird bei Bedarf an die beteiligten Familien verteilt. Mit der Gründung von Solidaritätskassen wird ausserdem die ökonomische Unabhängigkeit der Frauen und Familien gefördert.

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