Inesc setzt sich für Klimaziele und den Schutz der Indigenen ein

Die brasilianische Klimapolitik unter der Lupe

Bild aus UNSPLASH, Patrick McGregor für Website EKG Projekt Inesc

Mit den Gesetzesänderungen fördert Brasiliens Regierung die Abholzung des Amazonas, statt ihn zu schützen. Inesc analysiert nun genauer, ob und wie Brasilien seine Klimaziele erreicht. Es geht darum international Druck zu machen, damit Brasilien den Amazonas-Regenwald – und die indigenen Gemeinschaften, die dort leben – wieder besser schützt.

Pariser Klima-Abkommen: Gemeinsame Ziele, gemeinsame Lösungen

Die Umwelt- und Klimakrise ist in den vergangenen Jahren zu einem der drängendsten Probleme der Weltgemeinschaft geworden. Wir sind gefordert, Lösungen zu suchen und zu finden. Am erfolgversprechendsten sind solche Lösungen, wenn sie auf internationalen Verträge wie dem Pariser Klima-Abkommen beruhen: Alle Nationen, die es unterschrieben haben, sind in der Pflicht. Jedes Land präsentiert deshalb der Weltgemeinschaft eigene nationale Klimaziele, die es konkret umsetzen will, um gemeinsam den durchschnittlichen Temperaturanstieg unter 1,5° C zu halten. Doch hapert es überall noch gewaltig mit der Umsetzung dieser Klimaziele. 

Klimalösungen nicht nur ankündigen, sondern auch umsetzen.

Inesc, eine langjährige Partnerorganisation von Fastenopfer, untersucht die Klima-Arbeit der brasilianischen Regierung. Im Zentrum der Studie stehen die Aktionspläne zur Energiegewinnung und zur Verhinderung von illegalem Holzschlag im Amazonas. Die Ergebnisse werden den brasilianischen Parlamentarierinnen und Parlamentariern vorgestellt. Es ist auch geplant, sie an der Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow zu diskutieren. Inesc will die brasilianische Regierung dazu bringen, nicht nur ambitionierte Ziele zu verkünden, sondern sie auch zu verwirklichen – im Interesse der indigenen Bevölkerung im Amazonasgebiet und der ganzen Welt. Fastenopfer plant eine Zusammenarbeit mit Inesc während der Klimakonferenz im November 2021 in Glasgow.

Warum der Amazonas-Regenwald für uns wichtig ist

Der Amazonas-Regenwald umfasst 5.3 Millionen Quadratkilometer, das ist rund 130mal die Fläche der Schweiz. Etwa 60 Prozent davon befinden sich in Brasilien. Im Moment ist die Existenz des Waldes durch die mächtige Agrarindustrie und den Bau von Staudämmen bedroht. Wie das staatliche Klimainstitut Inpe mitteilte, wurden 2019 knapp 9166 Quadratkilometer Wald abgeholzt. Das entspricht einem Anstieg von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist fatal, denn der Regenwald kann eigentlich fünf Prozent der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen aufnehmen. Doch die Abholzungen und Brandrodungen setzen aktuell jährlich 1-2 Milliarden Tonnen mehr CO2 frei, als der Wald aufnehmen kann. Bei 50 Milliarden Tonnen CO2-Ausstoss/Jahr keine Kleinigkeit!

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