Das ganze Jahr zu essen dank Agrarökologie und gemeinsamer Arbeit

Western Kenya hat ein enormes landwirtschaftliches Potenzial aufgrund hoher Regenmengen und fruchtbarer Böden. Rund 90 Prozent der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft. Die meisten bauen Zuckerrohr oder Mais in Monokulturen für den Verkauf auf dem Markt an. In der äusserst dicht besiedelten Region sind die Parzellen infolge von Erbteilung oft auf unter eine Hektare geschrumpft. Das ist für eine kommerziell erfolgreiche Landwirtschaft zu wenig, denn die Marktpreise sind tief und die Bäuerinnen und Bauern müssen für Hybridsaatgut, Dünger und Insektizide tief in die Taschen greifen.

In Kombination mit tiefen Marktpreisen decken diese allzu oft nicht einmal die Produktionskosten. Arbeitsmöglichkeiten sind fast nur im informellen Sektor zu finden. Gleichzeitig wird die Region seit der Unabhängigkeit auf politischer Ebene vernachlässigt. Die Folgen sind Verschuldung und weitverbreitete Armut. Besonders betroffen sind Witwen, die nach dem Ableben ihrer Ehemänner nicht nur sehr hohe Begräbniskosten übernehmen müssen, sondern oftmals auch das Land an die Familie des Ehemannes verlieren. Die Witwen können ihre Kinder kaum mehr über die Runden bringen und werden oftmals auch Opfer sexueller Gewalt.

Die Partnerorganisation Kakamega County Widows Empowerment Project (KC-WEP) engagiert sich in Malava gegen diese schreienden Ungerechtigkeiten. In vorausgegangenen Projekten mobilisierte sie die marginalisiertesten Menschen in der Region, im speziellen Witwen. Diese lernten ihre Rechte kennen und sie einzufordern. Das Kernstück des aktuellen Projekts sind Ausbildungen in agraröko-logischen Methoden, denn dank guter klimatischer Bedingungen reichen selbst kleinste Anbauflächen aus, zumindest den Eigenbedarf zu decken. Diese Ausbildungen finden jeweils auf den Höfen der Mitglieder statt und sind mit Gemeinschaftsarbeit kombiniert, um gemeinsames Lernen zu fördern und die Produktionskosten tief zu halten. Inhaltlich geht es um die Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit, nachhaltige Bodenbearbeitung, natürliche Schädlingskontrolle und Saatgutproduktion.

Die Gruppen werden von KC-WEP nicht nur ausgebildet, sondern auch eng begleitet, um langfristige Veränderungen zu erreichen. Verantwortlich dafür sind Animatoren und Animatorinnen aus der lokalen Bevölkerung. Ein wichtiger Projektbestandteil sind auch Sensibilisierungskampagnen für Frauen in den Dörfern zum Landrecht. KC-WEP schult zudem lokale Entscheidungsträger zu dieser Thematik, damit diese auch motiviert und kenntnisreich genug sind, dieses Landrecht durchzusetzen.

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In Kenia werden die Solidaritätsgruppen in agrarökologischen Methoden ausgebildet um langfristige Veränderungen zu erzielen.

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