Buddhistische Mönche mit der Bevölkerung

Laos SEMLBDF

Laotische Mönche bauen in ihren Gärten mit der Bevölkerung Nahrungsmittel an. Segnungen von Wäldern oder Seen helfen, um die Natur unter Schutz zu stellen.

Die Mehrheit der laotischen Bevölkerung bekennt sich zum Theravada-Buddhismus, der nach wie vor den laotischen Alltag prägt. Mit der kommunistischen Machtübernahme ist eine starke Kontrolle über die buddhistischen Gemeinschaften einhergegangen. Diese wurde jedoch nach und nach wieder gelockert. Mönche, Nonnen und Laien können sich heute in gesellschaftliche Diskussionen einbringen und sich sozial engagieren.

 

Die Partnerorganisation Lao Buddhism for Development (LBFD) nützt diesen Gestaltungsraum aktiv. Sie verbindet Glaube, Spiritualität und den Einsatz für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Basierend auf traditionellen buddhistischen Werten und Spiritualität wird eine ganzheitliche Entwicklung von Mensch und Gesellschaft angestrebt.

 

Im Zentrum steht eine mehrwöchige Ausbildung von Mönchen, Nonnen und Laien, die in einem ersten Schritt eine spirituelle Vertiefung anstrebt und auf dieser Basis soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit thematisiert. Nach Abschluss der Ausbildung wird das Gelernte in verschiedenen kleinen Projekten umgesetzt.

 

Das Engagement trägt sichtbare Früchte: Mönche haben in ihren Klostergärten zusammen mit der lokalen Bevölkerung Gemüse, Früchte und andere Nutzpflanzen angebaut und so zur Sicherung der Ernährung beigetragen. Andere unterstützen Kinder bei den Hausaufgaben oder bieten Raum für Freizeitaktivitäten.

 

Als besonders wirkungsvoll haben sich Segnungen von Wäldern oder Seen erwiesen. Diese werden damit gewissermassen unter den Schutz des Klosters gestellt und sind sich fortan auch dem Schutz der Bevölkerung sicher. Es hat sich gezeigt, dass die Segnungen dazu führen, dass die Bevölkerung Schutzvorschriften konsequenter respektiert, den Wald nicht abholzt oder Seen nicht leerfischt.

 

Die von LBFD ausgebildeten Multiplikatoren und Multiplikatorinnen bilden ein Netzwerk über alle Provinzen von Laos hinweg und bringen soziale Gerechtigkeit sowie ökologische Nachhaltigkeit zur Sprache. Auf diese Weise tragen sie zum Aufbau einer laotischen Zivilgesellschaft bei. LBFD wird auch in Zukunft Führungspersonen von Basisbewegungen ausbilden und sich dafür einsetzen, das Netzwerk sozial engagierter Buddhisten und Buddhistinnen zu stärken.

 

Ein weiteres wichtiges Standbein ist die Sensibilisierungsarbeit in Schulen und buddhistischen Jugendgruppen. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Bäume gepflanzt, Schulgärten gepflegt oder in Workshops Umweltfragen thematisiert. LBFD sorgt auf vielfältige Weise dafür, dass der sozial engagierte Buddhismus in Laos eine Stimme hat, gehört wird und auch von der jungen Generation weitergetragen wird.

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