Bienenhaltung hilft, die Ernährung zu sichern

Honig ist nicht nur Nahrungsmittel, er dient auch als lokale Medizin, bedeutet zusätzliches Einkommen und mehr Artenvielfalt. Doch Pestizide setzen den Insekten zu. Fastenopfer unterstützt 500 Imkerinnen und Imker mit Beratung, Austausch und Vernetzung.

Oudomxay liegt im nördlichen Berggebiet von Laos und gehört zu den ärmsten Regionen des Landes. Etwa drei Viertel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, 4 von 100 Kindern sterben vor ihrem fünften Lebensjahr. Die Menschen in diesen abgelegenen Gebieten sind stark von den landwirtschaftlichen und forstwirtschafltichen Produkten abhängig.

 

Da die Reisernte nicht für das ganze Jahr ausreicht, ist der Wald mit seinen Pilzen, Baumfrüchten, Beeren, Bambussprossen, Wurzeln, sowie Kleintieren und Insekten eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Auch Bienenjagen und Bienenhaltung haben Tradition in dieser Region. Honig ist nicht nur Nahrungsmittel, er dient auch als lokale Medizin und bedeutet zusätzliches Einkommen. Bienenwachs wird für religiöse Zeremonien verwendet. Zudem spielen Bienen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung und Befruchtung von Pflanzen und Bäumen, und sind daher ein Indikator für den Zustand der Umwelt.

 

Pestizide bedrohen die Bienen

 

Doch das Überleben der Bienen ist bedroht durch neue landwirtschaftliche Methoden, Abholzung und durch den starken Einsatz von Pestiziden. In diesem Umfeld arbeitet die Association for Sustainable Beekeeping mit 500 aktiven Bienenzüchterinnen und -züchtern und deren Familien in sieben Distrikten in Oudomxay. Sie unterstützt die Imkerinnen und Imker, ihre Methoden weiterzuentwickeln und damit ihre Lebensbedingungen zu verbessern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen.

 

In vielen Dörfern in Oudomxay haben die Menschen Wissen über die lokalen Bienen. Dieses Wissen ist sehr wichtig für die Entwicklung neuer Techniken für eine verbesserte und nachhaltige Bienenhaltung. Eine Gruppe von Bienenhalterinnen und -haltern gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen bereits in andern Dörfern weiter.

 

Durch Beratung, Austausch und Vernetzung wird das Projekt die lokale Wissensvermittlung nun weiter verbessern und ausweiten. Aus diesem Grund haben sich die Imkerinnen und Imker zu einer lokalen Organisation zusammengeschlossen.

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