Bedrohte Gemeinden unterstützen

Das Netzwerk Iglesias y Mineria unterstützt Menschen, die von den negativen Auswirkungen des Bergbaus bedroht sind. Ziel des Netzwerks ist es auch Einfluss auf die institutionellen Kirchen zu nehmen und bezüglich des Rohstoffabbaus die Armen im Kampf um ihre Rechte zu stärken.

Iglesias y Minería ist ein junges Netzwerk von engagierten Kirchenleuten, die sich zusammen mit betroffenen Gemeinden gegen den zerstörerischen Bergbau in verschiedenen Ländern Lateinamerikas –unter anderem Kolumbien, Brasilien und Peru – wehren. Hier hat der Abbau von Rohstoffen negative Auswirkungen auf viele Bauern, Bäuerinnen und Indigene. Ihre Lebensgrundlagen werden zerstört, sie verlieren ihr Land durch Umsiedlungen.

 

Menschenrechte wie das Recht auf Wasser oder auf einen angemessenen Lebensstandard werden verletzt. Menschen, die sich für die Umwelt und ihre Rechte einsetzen, sind nicht selten eingeschüchtert, Repressalien ausgesetzt oder gar mit dem Tod bedroht. Die Vernetzung im Netzwerk Iglesias y Mineria gibt den Betroffenen Sicherheit und Kraft. Auch trägt der Austausch von Erinnerung, Wissen und Erfahrung dazu bei, dass Frauen und Männer sich erfolgreicher für ihre Umwelt und Gemeinde wehren können.

 

Einfluss auf Kirche und Lobbyarbeit

 

Ziel der Arbeit ist die Vernetzung der lokalen Kirchenvertreter/innen. Wichtig ist es auch, Einfluss auf die institutionelle Kirche zu nehmen: Die Rolle der katholischen Kirche ist es, bezüglich des destruktiven Rohstoffabbaus an der Seite der Armen zu sein. Das Netzwerk ermöglicht den Aktivistinnen und Aktivisten, die Erfahrungen in den verschiedenen Regionen auszutauschen, voneinander zu lernen und den gemeinsamen Anliegen Ausdruck zu geben Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Lobbyarbeit gegenüber nationalen und internationalen Akteuren des Rohstoffabbaus.

 

2017 wurde mit dem Projekt Puente die Organisation des Netzwerks Iglesias y Mineria gestärkt: Es gab den Mitgliedern die Möglichkeit, eine Strategie für die längerfristigen Aktivitäten zu entwickeln. Inzwischen ist ein Zweijahresprojekt ausgearbeitet, das vor allem drei Ziele verfolgt:

  • Die vom Rohstoffabbau betroffenen Gemeinden werden gestärkt, damit sie ihre Rechte und ihre Umwelt selbst schützen können.
  • Das Netzwerk verfügt über Kommunikationssysteme und eine politische Strategie, um national und international über Konflikte des Rohstoffabbaus und die Situation der Betroffenen berichten zu können.
  • Das Netzwerk schafft einen regelmässigen Dialog und eine Auseinandersetzung mit anderen Betroffenen und Netzwerken, um die Menschenrechte, die Ökotheologie und die Spiritualität zu fördern.

Unterstützen Sie die Menschen, deren Rechte vom Rohstoffabbau bedroht sind

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