Adivasi wehren sich gegen Staudämme

Die Diözese Jashpur im Osten des Bundesstaates Chhattisgarh ist sogenanntes Stammesgebiet. Die Adivasi machen hier 70-85 Prozent der Bevölkerung aus. Das Gebiet ist hügelig, dicht bewaldet und schwer zugänglich. Die Adivasi besitzen eigenes Land und leben vom Anbau von Getreide und Hülsenfrüchten sowie vom Sammeln von Nahrung, die sie im Wald vorfinden. Sie sind also von der Ergiebigkeit der Monsunregen abhängig. Die Nahrungssicherheit ist nicht während des ganzen Jahres gewährleistet. Deshalb müssen sie oft Kredite zu horrenden Zinsen aufnehmen.

Das Gebiet der Diözese Jashpur ist reich an Wasserläufen, Wäldern und Bodenschätzen, was Industriefirmen anzieht, die diese natürlichen Ressourcen ausbeuten wollen. Um die Minen einzurichten, ist eine entsprechende Energieversorgung notwendig, was den Bau von Staudämmen im Gebiet notwendig erscheinen lässt. Die Adivasi sind so von Enteignung und Vertreibung bedroht.

Spargruppen helfen in Notzeiten

Grundsätzlich aber geniessen die Adivasi in diesem Gebiet unter dem Fifth Schedule der indischen Verfassung weitreichende Minderheitenrechte. Dazu gehört das Recht auf die autonome Verwaltung ihres Landes, mit der Bestimmung, dass kein Land von Nichtadivasi gekauft werden kann. Die Bergbaufirmen bewegen sich bei ihrer Landnahme für den Rohstoffabbau also auf illegalem Gebiet. Dabei werden sie von der Staatsregierung von Chhattisgarh gedeckt und unterstützt. Die relevanten gesetzlichen Grundlagen für die Selbstbestimmung der Adivasi werden nicht umgesetzt. Im Übrigen werden die Adivasi von den Behörden nach allen Regeln der Kunst eingeschüchtert und unterdrückt.

Die Diözese Jashpur unterstützt die Adivasi in 180 Dörfern in vier Pfarreien. Die Dörfer sind dabei, sich gemeinschaftlich zu organisieren und Getreidesparkassen zu gründen. Für Zeiten des Mangels und für Notfälle steht so ein Vorrat bereit, aus dem sich die Adivasi mit Krediten gegenseitig helfen können, ohne in die Fänge der Geldverleiher zu geraten. Ein weiteres wichtiges Ziel ist das Empowerment also das gemeinsame Bemühen, Rechte einzufordern. Sie lernen, die Rechte auf ihr traditionelles Land durchzusetzen. Der Bau der Staudämme in Gullu und am Fluss Lawa soll, wenn nötig, auf dem Rechtsweg, verhindert werden.

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