Award: «Outstanding Practices of Agroecology»

Philippinische Partnerorganisation ausgezeichnet

21.01.2019
Bei agrarökologischen Anbaumethoden werden u. a. Pflanzenarten so kombiniert, dass sie sich gegenseitig unterstützen. Die Palmen im Hintergrund bieten ein perfekt schattiges Klima für die Kaffeebohnen, die dieser Bauer begutachtet.

Die philippinische Organisation Agro-Eco hat den ersten internationalen Award für Agrarökologie gewonnen. Das internationale Expertengremium des World Future Council hat die Arbeit der Partnerorganisation von Fastenopfer als eines von insgesamt 15 besonders vielversprechenden Projekten aus Lateinamerika, Afrika und Asien ausgezeichnet.

Agro-Eco setzt sich in den Philippinen für die Weiterentwicklung und Verbreitung von agrarökologischen Landwirtschaftsmethoden ein. Fastenopfer unterstützt die Organisation seit ihrer Gründung in dieser Arbeit.

 

«Diese Auszeichnung widmen wir den Bäuerinnen und Bauern welche die Basis von Agro-Eco bilden. Sie haben trotz widrigen politischen und ökonomischen Umständen ihre Zeit, ihr Wissen und nicht zuletzt ihr Saatgut mit den anderen Bäuerinnen und Bauern geteilt. Durch die grossen gemeinsamen Anstrengungen und in engem Austausch mit Forschungseinrichtungen, gleichgesinnten Organisationen sowie Kirchgemeinden ist es gelungen, eine grosse Auswahl an angepasstem Saatgut, sowie agrarökologischen Methoden zu entwickeln und so zur Nahrungssicherheit der breiten Bevölkerung beizutragen», sagt Geonathan Barro, Geschäftsführer von Agro-Eco Philippines. «Sie ist eine Anerkennung der Innovationen, die wir in den letzten Jahren entwickelt haben». 

 

Agrarökologie zentral, um weltweiten Hunger zu bekämpfen

 

In den Philippinen werden wie in anderen Weltregionen die Nachteile der konventionellen Landwirtschaft immer deutlicher sichtbar: Durch den Einkauf von teuren Inputs und Saatgut geraten die Bäuerinnen und Bauern in Abhängigkeit von Agrarmultis und laufen Gefahr sich zu verschulden. Dünger und Pestizide schaden dem Boden, der Umwelt und der Gesundheit. Agrarökologische Methoden bieten eine vielversprechende Alternative dazu, denn sie ermöglichen, die Ernte auf nachhaltige Weise zu erhöhen. Dabei spielen der gemischte Anbau verschiedener Nutzpflanzen und lokal angepasstes Saatgut eine wichtige Rolle, das von den Bäuerinnen und Bauern selbst produziert und weitergezüchtet werden kann.

 

«Um Hunger, soziale Ungleichheit, Klimawandel und den Verlust der biologischen Vielfalt anzugehen, ist ein Übergang zu nachhaltigen Ernährungs- und Landwirtschaftssystemen unumgänglich. Der erste Internationale Award für Agrarökologie zeigt intelligente Lösungen, die wirklich für die Menschen vor Ort funktionieren und diejenigen unterstützen, auf die die Ernährungssicherheit des Globalen Südens angewiesen ist: kleine Lebensmittelproduzenten», sagt Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Aufsichtsratsvorsitzender des World Future Council, das den Preis vergeben hat.

 

Agrarökologische Anbaumethoden sorgen für eine ausgewogene Ernährung und erhalten dabei langfristig die Umwelt und den Boden.

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