Medienmitteilung

Nachtzug nach Katowice

03.12.2018

Während die Mehrheit der Teilnehmenden mit dem Flugzeug an die heute beginnende Klimakonferenz COP 24 geflogen ist, wird am Mittwoch eine Delegation von Fastenopfer mit dem Nachtzug nach Polen reisen - auch zum Schutz des Klimas.

In den Nachtzug nach Katowice werden zehn Menschen zwischen 20 und 35, steigen und um 21.40 Uhr den Bahnhof Zürich Richtung Nordosten zu verlassen. «Wir wollen ein Zeichen setzen und fahren, auch wenn das mittlerweile unpopulär geworden ist mit dem Nachtzug,» erklärt Dominique Weber, 26, eine der Teilnehmenden.

Die Gruppe setzt sich zusammen aus Studentinnen und jungen Berufsleuten; nebst ihrem Engagement für die Umwelt, werden sie sich an der COP international vernetzen, um Strategien voranzutreiben, damit die an der Klimakonferenz in Paris beschlossenen Massnahmen in die Tat umgesetzt werden. Ebenfalls dabei ist das von Fastenopfer unterstützte «faire Lager», das Animatorinnen und Animatoren ausbildet, Kindern und Jugendlichen Nachhaltigkeit und einen sorgfältigen Umgang mit der Welt, auf spielerische Art und Weise in Sommerlagern zu vermitteln. Ihnen allen ist klar: Werden wir nicht sofort aktiv, beträgt die Klimaerwärmung nicht 1.5 bis 2 Grad, sondern wird zwischen 2 und 4 Grad sein. Und was das bedeutet, lässt seit dem Erscheinen des Klimareports vom Weltklimarat IPCC im Oktober 2018 niemanden mehr im Ungewissen. «Wir dürfen keine Zeit mehr vergeuden, wir alle sind gefordert unseren Lebensstil zu verändern,» ergänzt Dominique Weber.

Demonstration unter erschwerten Bedingungen

Katowice, die ehemalige Bergbaustadt im Südwesten Polens, leidet noch heute unter den Folgen des jahrzehntelangen Kohleabbaus. Auch die politische Situation hat sich seit 2015 verschärft. So wird während der COP 24 ein Sondergesetz erlassen, dass die Demonstrationsfreiheit einschränkt. Vertreterinnen und Vertreter von NGOs haben für den 8. Dezember jedoch zu einem Klimamarsch geladen, an dem auch die von Fastenopfer begleitete Delegation ihre Teilnahme zugesichert hat. Dieser sollte trotz der Gesetzesverschärfung durchgeführt werden können.

Nebst Treffen, Panels und Workshops werden die zehn Teilnehmenden auch Tribünenbeiträge für Schweizer Medien verfassen. Die Climate Trackers, eine Gruppe engagierter Menschen aus der ganzen Welt, die regelmässig zu Themen von Klima und Nachhaltigkeit weltweit in den verschiedensten Medien berichten, werden sie dabei unterstützen.

Weitere Informationen:
Daniel Wiederkehr Fastenopfer, 079 402 43 28, wiederkehr@fastenopfer.ch

CO2-Gesetz und Pariser Abkommen

Alliance Sud, die Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke, hat einen offenen Brief an den Nationalrat geschrieben: Wo bleibt Schweizer Beitrag zu Paris-Abkommen-Umsetzung?

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