Rohstoffe und Menschenrechte

Der Rohstoffabbau ist der Motor des herrschenden Wirtschaftsmodells: So werden Gold für Schmuck und Mobiltelefone oder Kupfer für unsere Autos abgebaut. Immer schneller schreitet die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen voran – und bedeutet für die Bevölkerung oft mehr Fluch als Segen.

 

Rohstoffabbau und der Schutz der Menschenrechte stehen zunehmend in einem Spannungsverhältnis. Denn oft verlieren die Menschen wegen dem Abbau von Gold, Kupfer oder Kohle ihre Lebensgrundlagen. Wie in Burkina Faso, wo wegen drei Goldminen rund 14 000 Menschen umgesiedelt wurden. Durch die Umsiedlung verlieren sie das fruchtbare Land, auf dem sie Landwirtschaft betrieben.

 

Kaum je werden die betroffenen Männer und Frauen angemessen in Entscheide für oder gegen Rohstoffprojekten einbezogen. Sie tragen aber die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Kosten – gerade Frauen, die durch ihre Verantwortung für Familie und Haushalt von den natürlichen Ressourcen wie Wasser, Wald oder Land besonders abhängig sind.

 

Fastenopfer macht die Stimme von Menschen und Organisationen hörbar, die vor Ort gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen und die oft skrupellose Politik der Rohstoffunternehmen einstehen.

 

Konzerne und Staaten in die Pflicht nehmen

 

Zusammen mit den Partnerorganisationen unterstützt Fastenopfer Frauen und Männer darin, ihre von der Verfassung zustehenden Rechte einzufordern. Die Konzerne wie die Staaten müssen verpflichtet werden, Verantwortung zu übernehmen. Auch in der Schweiz und international unterstützt Fastenopfer Menschen und Initiativen, die nachhaltige Lösungen entwickeln.

 

Ziele im nächsten Jahr (Auswahl)

  • Sich als Trägerorganisation der Konzernverantwortungs-Initiative konkret einsetzen für die Pflicht der Sorgfaltsprüfung und deren Umsetzung.
  • Gemeinsam mit lateinamerikanischen Organisationen auf die zerstörerischen Auswirkungen des Gold- und Kohleabbaus aufmerksam machen und die zunehmende Kriminalisierung der Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen sichtbar machen.

«Einen 120-prozentigen Sieg!»: Südafrikanischer Gerichtshof stellt Menschen- über Minenrechte

26.11.2018

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Menschenrechtspreis für Partnerorganisation von Fastenopfer

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Staub in der Luft und verschmutzte Böden: Glencore lässt im Kongo zu wenig Sorgfalt walten

27.11.2018

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Trading Paradise – Im Kino

Die Chronik eines angekündigten Skandals: Nach dem Nazigold und dem Bankgeheimnis werden die Praktiken der in der Schweiz ansässigen Rohstoff-Firmen für die nächste Rufschädigung des Landes verantwortlich sein. Grosse Teile des Welthandels mit verschiedensten Ressourcen laufen über Firmen mit Sitz in Zug oder Genf. Die Firmen arbeiten intransparent, zahlen kaum Steuern und übernehmen nur selten Verantwortung für verursachte Umweltschäden. Der Film zeigt, wie engagierte Mitarbeiter von Nichtregierungs-Organisationen sich für eine Verbesserung der Transparenz und der Haftung dieser Rohstoff-Giganten einsetzen. Mehr »

In Defence of Life

Der Dokumentarfilm zeigt die Bemühungen und Erfolge von vier Gemeinschaften, die sich gegen grossflächige Minenprojekte in Kolumbien, den Philippinen, Südafrika und Rumänien wehren (auf Englisch).

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