Lieber Al,

20.02.2017

Lieber Al,

dass Du gestorben bist, macht mich traurig. Mit Dir ist ein grosser Afrikaliebhaber und –kenner verstummt, der sich immer wieder prominent für Afrikanerinnen und Afrikaner und ihre Kultur eingesetzt hat. Ich erinnere mich gerne an Diskussionen mit Dir in Accra, an einem Kulturaustausch zwischen West- und Südafrika. Ich erinnere mich an kritische Fragen zu Entwicklungszusammenarbeit und an streitbare und unbequeme Meinungen zu Entwicklung und Mission in den Medien.

Deine grosse Gabe war es, Verbindungen zu schaffen. Du hast den Napf direkt mit afrikanischen Realitäten verbunden. Und Du hast mit Deinen Geschichten und Erzählungen immer Brücken gebaut. Bei Fastenopfer hast Du Dein Wissen und Deine Erfahrungen 17 Jahre lang in der damaligen „Expertenkommission Mission“ eingebracht. Ein Zitat von Dir habe ich noch gefunden: Engagement solle doch „etwas entwickeln, etwas aufbauen, neu werden lassen“. Weit Wichtiger als alles Formale war Dir das „in Bewegung bringen“ und „etwas anstossen“.

Dein Verdienst ist es, uns immer wieder mit Deinen Beiträgen zum Thema Entwicklung provoziert zu haben und damit die Diskussion lebendig zu halten. Dafür danken wir Dir und dieses Andenken halten wir hoch, indem wir uns auch wieder mal fragen: „Was würde wohl Al Imfeld dazu sagen?“

In Gedenken an Dich

Matthias Dörnenburg Geschäftsleiter Fastenopfer ad interim

Matthias Dörnenburg
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