Mary Mulinga erzählt vom Erfolg der Sparöfen in Kenya

Kochofen-Projekt hilft Familien und Umwelt

28.06.2021

Das Sparofenprojekt in Kenya trägt Früchte. Weniger Emissionen für die Umwelt und mehr Lebensqualität für die Bevölkerung gehören zum Erfolg des Projekts. Es wurde initiiert von Fastenopfer und wird durchgeführt von der Diözese Kitui in Kenya.

In den ländlichen Gebieten Kenyas kochen die Frauen auf offenen Feuerstellen. Das birgt Risiken für die Gesundheit und Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner. Viele Menschen, vor allem Kinder, sind von Rauchvergiftungen, Verbrennungen und Atemwegerkrankungen betroffen. Aber auch das Klima leidet unter dieser traditionellen Kochart, die viel Rauch produziert und somit die Luft verschmutzt. Zudem wird viel abgeholzt in einer Region, wo Feuerholz ein rares Gut ist – Übernutzung und Klimawandel haben ihre Spuren hinterlassen.

Effiziente Sparöfen als Lösung

Handwerkerinnnen und Handwerker bauen Öfen mit lokal vorhandenen Materialien: Das Projekt, welches den lokalen Arbeitsmarkt in Kenya unterstützt, ist eine Bereicherung für die Familien. Im Gegensatz zum Kochen am offenen Feuer brauchen die geschlossenen Kochherde weniger Holz zum Kochen und können somit viel Geld sparen. Auch kann durch die Öfen viel Zeit eingespart werden, weil die weiten Wege zur Holzbeschaffung weniger oft gegangen werden müssen. Die gesparten Ressourcen werden investiert, zum Beispiel in Saatgut, welches zu mehr Ernte, mehr Ertrag und dementsprechend besseren Lebensverhältnissen führt. Auch die Sicherheit ist gewährleistet. Die energieeffizienten Kochöfen produzieren viel weniger Rauch, was der Gesundheit und Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohnern, sowie dem Klima zu Gute kommt. Sowohl durch die geringere Rauchproduktion wie den geringeren Bedarf an Holz kann viel CO2 kann eingespart werden. Weniger Holzverbrauch bedeutet auch weniger Abholzung, was wiederum mehr Bäume für die lebensnötige Photosynthese übriglässt. Dadurch wird die Umweltverschmutzung reduziert.

Mann und Frau beim Ofenbau

Ganz nebenbei tragen die Öfen auch zu mehr Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen bei, denn das Projektteam der Diözese Kitui bildet sowohl Männer wie Frauen darin aus, selbständig Öfen zu bauen und so ein regelmässiges Einkommen zu gewinnen. «Die Öfen schaffen eine gute Umwelt und mehr Lebensqualität für die Menschen», so Mary Mulinga, die seit sieben Jahren mit ihrem Mann zusammen Öfen baut.

Den eigenen CO2-Verbrauch kompensieren 

Das energiesparende Projekt der Diözese Kitui wird inzwischen zum Teil über die Klima-Kollekte finanziert.  Falls Sie ihre Heizung, Veranstaltungen, Flüge oder ihren Transport allgemein kompensieren möchten, können Sie dies über diese kirchennahe Organisation tun – und damit das Projekt unterstützen. Auch Fastenopfer kompensiert seinen CO2-Verbrauch über die Klima-Kollekte: www.klima-kollekte.ch

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