Generalstreik in Kolumbien mobilisiert Partnerorganisationen

22.11.2019

Gewerkschaften, soziale Bewegungen und selbst die Bischofskonferenz riefen für den 21. November 2019 einen Generalstreik in Kolumbien aus. Mehrere Partnerorganisationen von Fastenopfer hatten ebenfalls zum Streik aufgerufen und nahmen in verschiedenen Regionen des Landes daran teil.

Vom frühen Morgen an brachen im ganzen Land Demonstrationszüge auf und blockierten die Strassen in die Städte. Allein in Bogotá bewegten sich 34 Demonstrationszüge durch die Stadt und legten das Wirtschaftsleben lahm. Die Frustration über die mangelnde Umsetzung der Friedensabkommen und über fehlende Reformen nahm bei vielen Kolumbianer/innen in den letzten Monaten immer stärker zu. Entsprechend laut entlud sich die Wut auf den Strassen.

Für Milton Lopez, den lokalen Koordinator der Fastenopfer-Projekte, war der Generalstreik ein historischer Moment. Noch nie kam eine solch grosse Mobilisierung von mehreren Hunderttausend Menschen und über alle Bevölkerungsschichten verteilt, zustande. Die Fastenopfer-Mitarbeitenden David Knecht und Daniel Hostettler konnten in den letzten Tagen vor Ort mit kolumbianischen Partnern die Forderungen der Streikenden diskutieren:  Alle drückten sie ihre Hoffnung aus, dass der Streik Bewegung in das Land bringe und damit auch die Projektarbeit von Fastenopfer künftig in einem dynamischeren und fortschrittlicheren Kontext stattfinden könne.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit und die Ziele der Fastenopfer-Partner in Kolumbien.

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