Medienmitteilung zum Weltsozialforum 13. - 17. März 2018

Weltsozialforum in Brasilien: Gemeinsam für den Wandel

12.03.2018

Auch am diesjährigen Weltsozialforum in Salvador de Bahia, Brasilien, wird eine Delegation von Fastenopfer teilnehmen. Unter dem Motto «Résister c’est créer, résister c’est transformer»* werden sich Vertreterinnen und Vertreter aus der ganzen Welt treffen. Bernd Nilles, Geschäftsleiter Fastenopfer, sagt dazu: «Wir dürfen nicht müde werden darauf hinzuweisen, dass eine andere Welt möglich ist.»

Seit der ersten Ausgabe des Weltsozialforums 2001 nimmt Fastenopfer daran teil. Auch wenn in den letzten Jahren das mediale Interesse an diesem Anlass leider abgenommen hat, ist es wichtiger denn je, dass die globale Ungerechtigkeit sichtbar gemacht wird.

Unter dem Motto «résister c’est créer, résister c’est transformer» werden sich Akteurinnen und Akteure aus der ganzen Welt treffen, um gemeinsam zu «kreieren und zu verwandeln». Eine Vielzahl von Ideen sollen zusammengetragen werden, um den globalen Wandel Schritt um Schritt voranzubringen. Denn wenn soziale und ökologische Missstände verringert werden sollen, um die gemeinsame Welt für künftige Generationen zu bewahren, braucht es dringend neue Ideen. In der Schweiz wird derzeit mit der Ökumenischen Kampagne eindrücklich gezeigt, dass ein Wandel in breiten Bevölkerungskreisen auf ein grosses Interesse stösst und die Menschen zum Mitmachen anregt.

Die tägliche Arbeit von Fastenopfer zeigt zudem, dass einzig durch die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen Neues entstehen kann. Das Weltsozialforum ist ein Ort, an dem sich die unterschiedlichsten Menschen der Zivilgesellschaft, Politikerinnen und Politiker und Medienschaffende aus der ganzen Welt treffen. «Wir freuen uns auf die Tage mit Verbündeten aus verschiedenen Ländern. Ich weiss, wir werden mit neuen Ideen, neuer Inspiration und neuer Energie nach Hause fahren. Und die gemachten Erfahrungen können wiederum in die unterschiedlichsten Netzwerke einfliessen», sagt Pablo Solón, ehem. UN-Botschafter Boliviens und Partner von Fastenopfer.

Zusammen mit Partnerinnen und Partnern aus der ganzen Welt wird Fastenopfer eine Debatte zum Thema «Neue Visionen für eine andere Welt sind möglich» durchführen. Konkret werden Erfahrungen im Bereich nachhaltiger Energiesysteme, Wassermanagement und Agrarökologie vorgestellt und diskutiert werden.

David Knecht, verantwortlich für das Thema Alternatives Wirtschaften bei Fastenopfer, ist massgeblich an der Entwicklung dieses Grossevents beteiligt, denn am Beispiel der erneuerbaren Energiesysteme kann eindrücklich gezeigt werden, dass es Lösungen in einem spezifischen Bereich wie der Energieproduktion gibt, die sich positiv auf andere Bereiche wie Klima, Selbstbestimmung und Ernährung auswirken. Diese Art von Lösungen sind es, die es braucht, damit die Welt ein Ort ist, in dem alle genug zum Leben haben.

*Zu widerstehen bedeutet, zu kreieren, zu widerstehen bedeutet, zu verwandeln. 

Rückfragen und Interviews:

Madlaina Lippuner, Mail, 041 227 59 22