Fastenopfer trifft Johann Schneider-Ammann in Kolumbien

04.08.2016

In Bogotá kamen am vergangenen Dienstag Bundespräsident Johann Schneider-Ammann mit Vertretern der Deza und Schweizer NGOs in Kolumbien zusammen. Im Zentrum stand die Frage, wie die schweizerische Unterstützung nach den Friedensverhandlungen weitergeführt werden soll.

Seit 2012 laufen Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und bewaffneten Guerillagruppen. Mit der FARC, der grössten dieser Gruppen, wurde im vergangenen Juni ein erstes Abkommen unterzeichnet. Verhandlungen mit weiteren bewaffneten Gruppen sollen folgen. Für das Land, in dem seit mehr als 50 Jahren Bürgerkrieg herrscht, ist dieses erste Abkommen ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Frieden. 

In diesem Zusammenhang lud die Schweizer Botschaft in Bogotá am 2. August 2016 zu einem Treffen. Dort kam eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertretern der Deza und Schweizer Nichtregierungsorganisationen in Kolumbien mit Johann Schneider-Ammann zusammen. Auch Elsy Marulanda, Koordinatorin von Fastenopfer in Kolumbien, nahm am Anlass teil.

Die Arbeitsgemeinschaft überreichte Schneider-Ammann ein gemeinsam erarbeitetes Dokument (Abstract hier auf Spanisch). Dort verweist sie auf die Wichtigkeit einer Unterstützung. «Die Atmosphäre war sehr angenehm, der Bundespräsident hat sich sehr interessiert für unsere Arbeit», sagt Marulanda.

Ebenso formulierten sie darin die Ziele für den Aufbau eines stabilen Friedens in Kolumbien. Wichtiger Bestandteil dazu sind unter anderem die Stärkung der lokalen Bevölkerung in ihren Rechten, das allfällige Sichtbarmachen von neuen Akteuren und die Verbesserung des Zuganges zu natürlichen Ressourcen und Dienstleitungen.

Elsy Marulanda 5. von rechts im Bild vor dem Schweizer Botschafter in Kolumbien Kurt Kunz.

 

Die Arbeitsgemeinschaft nennt sich «Platforma Suiza en Colombia» und besteht seit 2009. Mitglieder sind die Deza, Fastenopfer, CoMundo, Doctora Clown, Geneva Call, Heks-Eper, Interteam, Swissaid, Swisscontact, Terre des hommes – aide à l’enfance,Terre des hommes schweiz und Terre des Hommes Suisse.

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