Fastenopfer toleriert keinen Machtmissbrauch, inbegriffen sexuelle Übergriffe

02.05.2019

Die sexuellen Übergriffe, welche die katholische Kirche und unsere Gesellschaft erschüttern, beschäftigen auch Fastenopfer und lassen sich nicht vereinbaren mit unseren Grundsätzen.

Wir führen mit zahlreichen kirchlichen und nichtkirchlichen Partnerorganisationen in 14 Ländern rund 400 Projekte durch. In diesen Projekten zeigt sich immer wieder: Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Entwicklung. Alle, auch Frauen, müssen sich am politischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Leben beteiligen können. Solange Machtstrukturen – in ihrer ganzen Bandbreite – dies verhindern, wird das Engagement gegen Hunger und Armut langfristig erfolglos sein.

Geschlechtergerechtigkeit ist deshalb ein Thema, das sich durch unsere gesamte Arbeit zieht. Auch in unseren Kampagnen verweisen wir immer wieder auf die Wichtigkeit, unterdrückende Strukturen zum Wohle aller zu verändern, zuletzt in der Ökumenischen Kampagne 2019 «Gemeinsam für Starke Frauen. Gemeinsam für eine gerechte Welt.»

Fastenopfer tut alles, um sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch auch bei uns und in den von uns finanzierten Organisationen zu verhindern und zu sanktionieren.

  1. Verträge mit Partnerorganisationen enthalten explizite Klauseln, die unsere Nulltoleranz gegenüber Machtmissbrauch festhalten, sexuelle Übergriffe ausdrücklich inbegriffen.
  2. Wir sprechen mit den Verantwortlichen der einzelnen Partnerorganisationen über sexuelle Gewalt und verschiedene Formen des Machtmissbrauchs.
  3. Wir thematisieren und sensibilisieren alle Partnerorganisationen an nationalen Treffen für das Thema.
  4. Wir nehmen alle Fälle ernst und richten eine Meldestelle ein.
  5. Wenn Mitarbeitende oder Führungspersonen von sexueller Gewalt und anderen Verletzungen der persönlichen Integrität und Würde intern oder bei Partnerorganisationen erfahren, reagieren sie – stets im Interesse und in Absprache mit den Betroffenen.
  6. Gemeldete Fälle werden von unserer Compliance-Stelle analysiert und aufgearbeitet. Falls nötig, werden die bestehenden Massnahmen verbessert oder ergänzt. Je nach Situation wird die Zusammenarbeit mit der entsprechenden Person oder Organisation eingestellt.

Fastenopfer steht mit aller Konsequenz ein für die Menschenrechte und toleriert keine Diskriminierung von Frauen und Männern – nicht aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung. Dem fühlen wir uns in unserer täglichen Arbeit verpflichtet.

Für weitere Auskünfte:

Bernd Nilles, Geschäftsleiter Fastenopfer, nilles@fastenopfer.ch, +41 41 227 59 71

Matthias Dörnenburg, Leiter Kommunikation Fastenopfer, doernenburg@fastenopfer.ch, +41 41 227 59 21

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