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Medienmitteilung

Fastenopfer feiert 60 Jahre Jubiläum

10.09.2021
Schweiz, Luzern, Verkehrshaus: Jubiläumsanlass «60 Jahre Fastenopfer». Bernd Nilles, Geschäftsleiter, präsentiert das neue Logo des auf «Fastenaktion» umbenannten, katholischen Hilfswerks. 10.9.2021 © Fabian Biasio / Fastenaktion

Wandel und Bewegung – Fastenopfer wird zu Fastenaktion

Das Hilfswerk Fastenopfer feierte heute Freitag sein 60 Jahre Jubiläum mit einem Festakt und einer Podiumsdiskussion. Themen waren die Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit – auch Angesichts der Klimakrise.

Auf dem Podium diskutierten, moderiert von Markus Brun, Leiter Internationale Zusammenarbeit bei Fastenopfer, Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, Botschafterin Ruth Huber von der DEZA, Stiftungsratspräsident Bischof Felix Gmür und der Geschäftsleiter von Fastenopfer, Bernd Nilles, über die Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) in Zeiten der Klimakrise. Denn am stärksten unter der Klimakrise leiden die Menschen, die am wenigsten dazu beitragen. So unterstrich Bernd Nilles während der Diskussion, dass die Menschen in den Fastenopfer-Projekten bereits jetzt stark unter den Folgen der Klimaerwärmung leiden. «Durch die Klimaerwärmung ausgelöste Naturkatastrophen, bedeuten eine konstante Gefahr für die Menschen im globalen Süden. Ihre Lebensgrundlagen können jederzeit zerstört werden – sei es in Form von Dürren, Taifunen oder Erdrutschen.» so Nilles weiter. Auch deshalb ist die Forderung auf das «Recht auf Nahrung» für Fastenopfer ein zentrales Anliegen.

 

Mehr Gerechtigkeit, weniger «Pflästerlipolitik»

In den Grundsätzen ist das Werk sich in den 60 Jahren treu geblieben: Mit der Ausrichtung auf die Fastenzeit, die Verzicht, Solidarität und Besinnung miteinander verbindet, mit dem Aufruf zu einem massvollen Lebensstil, dem Engagement für mehr entwicklungspolitische Verantwortung der Schweiz und der Projektarbeit auf Augenhöhe im globalen Süden. Oder wie Toni Bernet Strahm, ehemaliges Geschäftsleitungsmitglied in seiner Festrede sagte: «Die Frauen und Männer in den Projekten, kompetent, initiativ, mutig, mit vielen Kenntnissen und Erfahrungen in ihren Ländern, machen die Hauptarbeit und die Wirkung von Fastenopfer aus. Sie bilden Organisationen, stärken die Zivilgesellschaft in ihren Ländern und tragen zum Empowerment von Benachteiligten bei. Sie berücksichtigen ihre kulturellen und religiösen Hintergründe, die hilfreich für jegliche Art von Veränderungen sind.»

Die Grundidee eines Fastenopfers, das nicht «Pflästerlipolitik» sondern Ursachenbekämpfung, mehr Gerechtigkeit und einen zukunftstauglichen Lebensstil fordert, wurde seit der Gründung konstant weiterentwickelt.

 

Neuer Name und neues Logo

Ein nächster Entwicklungsschritt sind ein neues Logo und der neue Name, die am Jubiläumsanlass erstmals präsentiert wurden. Ab dem 1. Januar 2022 wird Fastenopfer zu Fastenaktion werden. Der Namenswechsel wird durch ein erneuertes Logo begleitet. Es betont die Menschlichkeit und symbolisiert durch einen unterbrochenen Kreis die ungerechte Welt. So ist das Logo auch ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln für mehr Gerechtigkeit.

Auskünfte:

Bernd Nilles, Geschäftsleiter Fastenopfer
nilles@fastenopfer.ch