Fastenopfer und Brot für alle führen erfolgreiche KlimaGespräche weiter

Das Leben auf Klimakurs bringen

11.05.2020
Hinweis, Klimagespraeche

Das eigene Leben auf Klimakurs zu bringen, ist nicht ganz einfach. Eine Methode, die auf eine langfristige Veränderung unseres Lebensstils abzielt, sind die KlimaGespräche. Im vergangenen Dezember haben Fastenopfer und Brot für alle die Methode erfolgreich lanciert.

Viele Schweizerinnen und Schweizer machen sich Sorgen über den Klimawandel. Trotzdem sind bisher die wenigsten bereit, auf den Ferienflug, das Auto oder ein neues Handy zu verzichten und ihren Lebensstil anzupassen. Dies zu ändern ist das Ziel der KlimaGespräche. Die in Grossbritannien entwickelte Methode vereint technische und psychologische Aspekte und setzt auf die Dynamik der Gruppe. Mit Erfolg: Untersuchungen zeigen, dass es Menschen dank den KlimaGesprächen gelungen ist, ihren CO2-Ausstoss innert vier bis fünf Jahren um die Hälfte zu senken. Seit Dezember hat die die Methode auch in der Deutschschweiz erfolgreich Fuss gefasst. Umsetzung und Koordination der Gespräche laufen über Fastenopfer und Brot für alle. Die beiden Organisationen engagieren sich im Rahmen ihrer Kampagnenarbeit sowie in Zusammenarbeit mit den Partnern im Süden seit vielen Jahren in der Klimapolitik.

Information allein reicht nicht

«Die KlimaGespräche setzen dort an, wo die Wissensvermittlung aufhört», sagt Daniel Wiederkehr, Verantwortlicher für die KlimaGespräche in der Deutschschweiz. Denn die Erfahrung der letzten Jahre zeige deutlich, dass Informationsvermittlung allein nicht genügt, um Menschen zum Handeln zu bewegen. «Es braucht die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema», sagt Wiederkehr. In Gruppen zu je acht Personen und unter der Leitung von jeweils zwei Facilitator/innen analysieren die Teilnehmenden während sechs Gesprächsrunden ihre Gewohnheiten in allen Lebensbereichen und deren Folgen fürs Klima. 

Die Auseinandersetzung mit den eigenen Widerständen und der Austausch in der Gruppe helfen, das Gefühl der Machtlosigkeit zu überwinden und zu einem Lebensstil zu finden, der eine nachhaltige Reduktion der CO₂-Emissionen ermöglicht. Diese Reduktion ist dringend notwendig, denn der Klimawandel setzt den Menschen in unseren Projekten im Süden bereits sehr stark zu. 

2020 sind 20 KlimaGespräche in den Kantonen Bern, Zürich und Luzern geplant. Von der Methode überzeugt ist auch das Bundesamt für Umwelt, welches die Gespräche über sein Klimaprogramm finanziell unterstützt, gleich wie die Kantone Bern und Zürich sowie die Stadt Luzern. Aufgrund der aktuellen Situation bieten Fastenopfer und Brot für alle die KlimaGespräche neu auch als Online-Gespräche an. 

Anmeldung und mehr Information

Spenden Sie für Menschen, die unter dem Klimawandel leiden.