Südafrika

Gemeinsam für sichere Nahrung und menschenwürdige Arbeit

Die Wirtschaftspolitik Südafrikas verschärft die Arbeitslosigkeit und führt zu Lohndumping. Arme Familien leiden unter Hunger und können sich grundlegende Dinge wie Nahrungsmittel und medizinische Behandlung nicht mehr leisten.

Die wichtigsten Arbeitgeber in Südafrika sind der Bergbau und die Landwirtschaft. Allerdings gefährdet der Rohstoffabbau vielerorts die Menschenrechte. Die Regierung fördert die industrielle Landwirtschaft und vernachlässigt Millionen von Kleinbauernfamilien und Landlosen, die ums Überleben kämpfen.
Die Produktion von Wein und Früchten, die in unseren Supermärkten zu finden sind, bringt Landenteignungen mit sich und die Bedingungen auf den Farmen sind oft sklavereiähnlich. Die weit verbreitete Gewalt an Frauen beruht zum Teil auf diesen belastenden Lebensumständen.

Die Abwärtsspirale von Armut und Gewalt stoppen

Zum einen bieten die Partnerorganisationen von Fastenopfer Ausbildungen in agrarökologischen Methoden – für mehr und abwechslungsreichere Nahrung. Auch wie man mit Landtiteln seine Lebensgrundlagen langfristig schützen kann, ist ein wichtiges Thema. Dazu gehört juristische Beratung.
Gleichzeitig findet gut vernetzte politische Arbeit auf nationaler Ebene statt. Es geht darum, die Rechte und Arbeitsbedingungen von Farm- oder Bergbauarbeiter/innen zu verbessern. Die Reduktion von sexueller Gewalt und eine bessere Mitsprache von Frauen werden in allen Projekten thematisiert. Einen Lichtblick bieten die von Präsident Ramaphosa angekündigten Reformen, die für unsere Partnerorganisationen die Möglichkeiten politischer Einflussnahme vergrössern.

INFORMATION

Ende 2020 wird Fastenopfer nach einer dreijährigen Abschlussphase das Landesprogramm in Südafrika beenden. Die Arbeit der Partnerorganisationen mit den Menschen in den Dörfern geht mit anderen Finanzpartnern weiter.

Weiter von Fastenopfer unterstützt wird jedoch die entwicklungspolitische Arbeit im Rahmen der Internationalen Programme Rohstoffe und Menschenrechte sowie Ernährungsgerechtigkeit

Südafrika: Ausgangssperre führt zu häuslicher Gewalt und Hunger

21.03.2020

Namko, eine der wenigen Nichtregierungsorganisationen im Namaqualand in der Provinz Nordkap bekommt die Folgen der Ausgangssperre hautnah zu spüren.

Fikele Ntshangase, südafrikanische Aktivistin

Südafrikanische Umweltaktivistin in Kwa Zulu Natal ermordet

03.11.2020

Fikile Ntshangase wehrte sich gegen die Ausweitung der Kohlemine Tendele in Kwa-Zulu Natal/Südafrika. Am 22. Oktober wurde sie in ihrem Haus erschossen.

110 Bischöfe fordern Menschenrechte und Umweltstandards

06.07.2020

Mehr als 110 Bischöfe aus aller Welt fordern heute mit einer Erklärung die Regierungen auf, Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards…

SüdafrikaLebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierungBNE pro KopfLandesfläche
56 Jahre4.5 %93.7 %7 190 US-$1.22 Mio. km²
83 Jahre0.43 %99.6 %82 430 US-$41 285 km²
Südafrika
Lebenserwartung56 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit4.5 %0.43 %
Alphabetisierung93.7 %99.6 %
BNE pro Kopf7 190 US-$82 430 US-$
Landesfläche1.22 Mio. km²41 285 km²

Projekte in Südafrika

Südafrika WOMIN, IP Rohstoffe und Menschenrechte

Mitbestimmung von Frauen bei Minenprojekten

WoMin informiert die Bevölkerung über ihre Rechte und unterstützt Frauen in Afrika mit Alternativen zum destruktiven Rohstoffabbau.

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Suedafrika RWA, IP Ernährungsgerechtigkeit

Bäuerinnen im südlichen Afrika vernetzen sich

RWA vernetzt Frauen aus dem südlichen Afrika, damit ihre Anliegen besser gehört werden – im Interesse einer zukunftsfähigen Landwirtschaft.

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Landesprogramm Südafrika

Claudia Fuhrer
Claudia Fuhrer

Programmverantwortliche Südafrika und Fachverantwortliche Ernährungssouveränität

+41 41 227 59 42
Mail

Mervyn Abrahams
PACSA Consultancy

Koordination

Thulas Ndlovu
PACSA Consultancy

Koordination

Alle Unterlagen zu Südafrika finden Sie

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