Senegal

Sich als Gemeinschaft selber helfen, trotz schwindender Ressourcen

Die Bevölkerung Senegals – 80 Prozent sind in der Landwirtschaft tätig – leidet unter dem Klimawandel und zunehmender Wüstenbildung. Um Hunger und Armut zu entgehen, sind innovative Ansätze gefragt.

Senegal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Doch blieb die politische Situation in den letzten Jahren stabil und der aktive Dialog zwischen christlichen und muslimischen Religionen schafft ein Klima der gegenseitigen Toleranz.

Die Ernährungssituation wird jedoch immer prekärer: Mit dem Klimawandel regnet es unregelmässig, für 2020 waren die Regenfälle ungenügend. Ein Viertel der ländlichen Haushalte hat während der jährlichen Knappheitsperiode zu wenig zu essen. Die Bauernfamilien sind unter Druck mehr zu produzieren, zu immer ungünstigeren Bedingungen. Dabei geraten viele in eine Schuldenspirale. Auch die Fischerei leidet: Es gibt weniger Fische, auch weil die Mangroven, wo ihre Jungen aufwachsen, schwinden.

Sicherheit für 50’000 Mitglieder

Im Zentrum des Programms stehen Solidaritätsgruppen, Kalebassen genannt. Rund 50‘000 Gruppenmitglieder – 90 Prozent von ihnen Frauen – legen regelmässig Geld ein. Innerhalb dieser Gruppen können sich die Mitglieder in Notlagen ohne Zinsen gegenseitig aushelfen und sich so langfristig entschulden.

Die Kalebassen sind nicht nur ökonomisch, sondern auch innerhalb der Gesellschaft aktiv. Ihre Vernetzung sorgt für Unabhängigkeit und fördert den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Gleichzeitig werden die Gruppen dabei unterstützt, gemeinsam zusätzliche Felder zu bewirtschaften und mehr Nahrung zu produzieren. Wichtige Grundlage dafür ist lokales Saatgut für Hirse und Mais. Gemeinsame Grosseinkäufe von Speiseöl oder Seife schonen zusätzlich den Geldbeutel.

Was wir im nächsten Jahr mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • Die Kalebassen sichern die Ernährung ihrer Mitglieder mit zusätzlichen 156 Tonnen Nahrungsreserven (Gemeinschaftsfelder und -speicher).
  • 70 gezielte Interventionen bei Behörden führen dazu, dass neue Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird. Besonders wichtig sind Schulzimmer, Krankenversicherungen, Strassen, Stromversorgung, Wasserversorgung oder eine Markthalle.

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SenegalLebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierungBNE pro KopfBevölkerung
63 Jahre6.0 %52.1 %1 070 US-$14.13 Mio.
83 Jahre0.43 %99.6 %82 430 US-$7.95 Mio.
Senegal
Lebenserwartung63 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit6.0 %0.43 %
Alphabetisierung52.1 %99.6 %
BNE pro Kopf1 070 US-$82 430 US-$
Bevölkerung14.13 Mio.7.95 Mio.

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Landesprogramm Senegal

Vreni Jean-Richard
Dr. Vreni Jean-Richard

Programmverantwortliche Senegal und Burkina Faso

+41 41 227 59 91
Mail

Djibril Thiam
AgriBio Services

Koordination

Ndeye Wade Ndiaye
AgriBio Services

Koordination

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