Madagaskar

Tsinjo Aina – gemeinsam ein besseres Leben schaffen

Die Bevölkerung in Madagaskar ist auf sich selbst gestellt. Das Programm Tsinjo Aina bietet konkrete Unterstützung: Ende 2016 begleiteten die Partnerorganisationen rund 230‘000 Menschen –drei Viertel von ihnen sind bereits schuldenfrei.

Wer die Bilder aus dem Masoala-Regenwald sieht, vergisst leicht, dass die Insel zu den ärmsten Ländern gehört: Mehr als die Hälfte der Kinder sind mangelernährt, nur eine von drei Personen hat sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Die Regierung tut wenig dagegen – und schafft es auch nicht, kriminelle Banden in den Griff zu bekommen.

 

Wer arm ist, gerät leicht in Geldnot und muss sich an die lokalen Geldverleiher wenden. Diese verlangen horrende Zinsen; 100 bis 300 Prozent sind keine Ausnahme.

 

Solidarische Sparkassen für finanzielle Engpässe

 

Die Projekte von Fastenopfer bieten Familien einen Ausweg: Sie initiieren Spargruppen, welche sich in Notfällen gegenseitig mit zinslosen Darlehen aushelfen können – wenn am Ende der Regenzeit die Reisvorräte zu Ende gehen, wenn jemand an Tuberkulose erkrankt oder wenn die Kinder Schulmaterial brauchen. Sie unterstützen sich auch bei der schweren Feldarbeit und legen zusätzliche Felder mit Maniok oder Gemüse an. Dazu gehört Ausbildung in produktiven ökologischen Anbaumethoden.

 

Erfahrene Gruppen schliessen sich in Netzwerken zusammen, um grössere Aufgaben in Angriff zu nehmen: Sie machen nach der Regenzeit Transportwege frei, reparieren Schulräume oder setzen sich bei der Gemeinde für einen neuen Brunnen ein und lassen ihre Felder offiziell registrieren.

 

Was wir mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

 

  • 30‘000 weitere Männer und Frauen werden schuldenfrei und können mit ihren Einkünften ihr Leben finanzieren.
  • Die Mitgliederfamilien von Tsinjo Aina haben das ganze Jahr über genügend und qualitativ gute Nahrung.

 

„Seit wir die Spargruppe haben, organisieren wir uns besser und arbeiten wieder mehr zusammen. Die Animatorin kommt regelmässig vorbei, um mit uns zu diskutieren. Von ihr haben wir unter anderem gelernt, nach der Reisernte zusätzlich Gemüse anzupflanzen.“- Antoinette Rasafimary (43)

20170309_andapa

Überschwemmungen in Madagaskar: Enorme Schäden in der Region Sava

13.03.2017

Die Wassermassen haben vielen hundert Menschen das Haus genommen, im Norden der Halbinsel Masoala sind geschätzte 80 Prozent der Reisfelder zerstört.

Tsinjo Aina: Nur Einigkeit macht stark

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«Im Fluss leben Krokodile. Es ist jedoch die einzige Wasserquelle, die wir haben». Wie sich ein Dorf mobilisiert, um seine Lebensbedingungen zu verbessern.

MadagaskarLebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierungBNE pro KopfBevölkerung
64 Jahre5.8 %64.5 %440 US-$22.93 Mio.
83 Jahre0.43 %99.6 %82 430 US-$7.95 Mio.
Madagaskar
Lebenserwartung64 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit5.8 %0.43 %
Alphabetisierung64.5 %99.6 %
BNE pro Kopf440 US-$82 430 US-$
Bevölkerung22.93 Mio.7.95 Mio.

Projekte in Madagaskar

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Höhere Ernten und mehr Verdienst dank Spargruppen

166 Netzwerke setzen sich mit lokalen Behörden und Hilfswerken für ein besseres Leben ein.

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Familien in Madagaskar verbessern ihre Ernährung

Nach der Organisation in Spargruppen wird in Madagaskar nun auf Dorfebene die Armutssituation verbessert.

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Mit Spargruppen Armut und Verschuldung überwinden

Spargruppen haben in Madagaskar schon Tausende von Schulden befreit. Nun geht das Projekt in eine neue Phase.

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Landesprogramm Madagaskar

Blanca Steinmann
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Programmverantwortliche Madagaskar

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