Madagaskar

Tsinjo Aina – gemeinsam ein besseres Leben schaffen

Die Bevölkerung in Madagaskar ist auf sich selbst gestellt. Das Programm Tsinjo Aina bietet konkrete Unterstützung: Ende 2018 begleiteten die Partnerorganisationen rund 9000 Solidaritätsgruppen – zwei Drittel ihrer Mitglieder sind bereits schuldenfrei.

Wer die Bilder aus dem Masoala-Regenwald sieht, vergisst leicht, dass die Insel immer noch zu den ärmsten der Welt gehört: Mehr als die Hälfte der Kinder sind mangelernährt, nur eine von drei Personen hat sauberes Trinkwasser zur Verfügung.
Wer arm ist, gerät leicht in Geldnot und muss sich an die lokalen Geldverleiher wenden. Diese verlangen horrende Zinsen, 100 Prozent für 3 Monate sind keine Ausnahme. Der neue gewählte Präsident ist 2019 mit einem ambitionierten Entwicklungsprogramm angetreten – es wird sich zeigen, ob er seine Versprechen halten kann.

Solidarische Sparkassen für finanzielle Engpässe

Die Projekte von Fastenopfer bieten armen Familien einen Ausweg: Sie initiieren Spargruppen, welche sich in Notfällen gegenseitig mit zinslosen Darlehen aushelfen können – wenn am Ende der Regenzeit die Nahrungsvorräte zu Ende gehen, wenn jemand erkrankt, oder wenn die Kinder Schulmaterial brauchen. Die Gruppenmitglieder unterstützen sich solidarisch bei der Feldarbeit und legen zusätzliche Felder mit Maniok oder Gemüse an.
Erfahrene Gruppen schliessen sich in Netzwerken zusammen, um grössere Aufgaben in Angriff zu nehmen: Sie machen nach der Regenzeit Transportwege frei, reparieren Schulräume, setzen sich bei der Gemeinde für einen neuen Brunnen ein. Sehr geschätzt werden von den Netzwerken die neu angebotenen Ausbildungen in produktiven ökologischen Anbaumethoden.

 

Was wir im nächsten Jahr mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • 1500 Spargruppen sind neu schuldenfrei. Sie führen ihre Aktivitäten eigenständig weiter und werden Mitglied eines Netzwerks.
  • 1700 Netzwerke von Spargruppen haben in ihrem Dorf eine gemeinsame Aktion durchgeführt.
  • 42 Prozent statt wie bisher 37 Prozent der Spargruppen werden von Frauen geleitet.

 

„Seit wir die Spargruppe haben, organisieren wir uns besser und arbeiten wieder mehr zusammen. Die Animatorin kommt regelmässig vorbei, um mit uns zu diskutieren. Von ihr haben wir unter anderem gelernt, nach der Reisernte zusätzlich Gemüse anzupflanzen.“- Antoinette Rasafimary (43)

Papst Franziskus in Madagaskar: Ein Zeichen der Hoffnung

09.09.2019

Papst Franziskus besucht Madagaskar: Die Bevölkerung soll stärker gegen die Armut, die bestehenden Ungerechtigkeiten und die verbreitete Korruption kämpfen.

Ganz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet

28.05.2018

2017 stand im Zeichen der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Unser Jahresbericht zeigt: Umwelt- und Lebensstilfragen begegnet Fastenopfer mit neuer St…

Tag der Frau: «Geschlechter-sensible Arbeit ist kein Luxus, sondern eine Pflicht»

08.03.2018

Weshalb die Situation der Frauen und Männer in der Entwicklungszusammenarbeit immer spezifisch betrachtet werden muss, erläutert Romana Büchel von Fastenopfe…

MadagaskarLebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierungBNE pro KopfBevölkerung
64 Jahre5.8 %64.5 %440 US-$22.93 Mio.
83 Jahre0.43 %99.6 %82 430 US-$7.95 Mio.
Madagaskar
Lebenserwartung64 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit5.8 %0.43 %
Alphabetisierung64.5 %99.6 %
BNE pro Kopf440 US-$82 430 US-$
Bevölkerung22.93 Mio.7.95 Mio.

Projekte in Madagaskar

Mit Spargruppen Verschuldung und Armut überwinden

Lokale Animatorinnen und Animatoren in Madagaskar initiieren Spargruppen in den Dörfern.

Mehr

Spargruppen in Madagaskar lernen, Trinkwasser aufzubereiten

Rund 1600 Gruppen werden in Madagaskar begleitet, sich von ihren drückenden Schulden zu befreien.

Mehr

Landesprogramm Madagaskar

Blanca Steinmann
Blanca Steinmann

Programmverantwortliche Madagaskar

+41 41 227 59 23
 Mail

Parany Rasamimanana
Mandrindra Aina Consulting

Koordination
Forstagronom

Fanja Razanamialy
Mandrindra Aina Consulting

Koordination

Alle Unterlagen zu Madagaskar finden Sie

hier

Unterstützen Sie die Menschen in Madagaskar