Fastenopfer heisst ab 01.01.2022:
Fastenaktion  
Gemeinsam Hunger beenden
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Kolumbien

Den verantwortlichen Umgang mit der Erde fördern

Während Jahrzehnten litt die kolumbianische Bevölkerung unter einem internen Konflikt. Man rechnet, dass mehr als acht Millionen Menschen durch Militär oder Guerilla gewaltsam von ihrem Land vertrieben wurden. Fastenopfer unterstützt Familien im ländlichen Raum, ihre Lebensgrundlagen zu sichern.

Seit 2016 besteht ein Friedensabkommen zwischen Regierung und den Farc-Rebellen. Die Umsetzung des Abkommens verläuft jedoch weiterhin stockend. Die Regierung fördert Grossplantagen, den Abbau von Bodenschätzen und den Bau von Staudämmen, da sie sich davon wirtschaftliches Wachstum erhofft. Dies geschieht auf Kosten der Kleinbauernfamilien: Viele verlieren ihren Zugang zu Land oder ihre Wasserquellen. Politische Aktivisten und Aktivistinnen leben gefährlich: 2020 wurden mehr als 280 Personen ermordet. Der Lockdown wegen Corona führte zu einer Zunahme von Armut und Arbeitslosigkeit, es gab deutlich mehr Gewalt gegen Frauen und Kinder. Darüber hinaus nutzte die Regierung die Situation aus, zum Beispiel um Umweltgesetze auszuhebeln. Anfang 2021 machte die Bevölkerung ihrem Unmut mit Demonstrationen und grossen Streiks Luft. Die Polizei reagierte mit Gewalt: Es gab Dutzende von Toten und mehrere Hundert willkürliche Verhaftungen.

Das Einkommen langfristig verbessern

Die Projekte von Fastenopfer unterstützen die demokratische Entwicklung auf Gemeindeebene. Mit Ausbildung zu umweltfreundlichen landwirtschaftlichen Methoden können sich die begünstigten Familien künftig besser ernähren. Dazu gehört unter anderem, einheimisches Saatgut zu nutzen und es durch Tausch mit andern Gruppen zu verbreiten, was zur Artenvielfalt beiträgt. Dank gemeinsam verwalteter Sparkassen können sie sich in Notlagen gegenseitig aushelfen. Die faire Vermarktung von Überschüssen erhöht zusätzlich die Einkommen der Kleinbauernfamilien. Zudem wird die Bevölkerung bei der Lobbyarbeit auf allen Ebenen unterstützt. Männer und Frauen sollen bei Entscheiden und der Arbeitsverteilung gleichberechtigt beteiligt sein. Auch dazu gibt es Ausbildung – sowohl mit Frauen- als auch mit Männergruppen.

Was wir mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • 1500 Familien mit 2200 Männern und 3000 Frauen produzieren auf ihren Feldern so viele gesunde Nahrungsmittel, dass sie die Überproduktion tauschen oder verkaufen können.
  • 1100 Führungspersonen – 500 davon Frauen – verbessern ihre Organisation und entwickeln Strategien, wie sie ihre Gemeinden (Landfragen, Wasserversorgung und anderes) gut verwalten können.

Kolumbien: Proteste, Armut und Hunger

28.06.2021

Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben die Menschen in Armut und Hunger gestürzt. Bei Demonstrationen reagiert die Polizei mit Gewalt. Nun rufen Religionsvertreter zum Dialog auf

Herausforderungen und Chancen von erneuerbaren Energien in indigenen Gebieten

04.11.2021

Herausforderungen und Chancen von erneuerbaren Energien in indigenen Gebieten. Panel an der COP26 mit Beteiligung von Fastenopfer und Partnerorganisationen.

110 Bischöfe fordern Menschenrechte und Umweltstandards

06.07.2020

Mehr als 110 Bischöfe aus aller Welt fordern heute mit einer Erklärung die Regierungen auf, Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards…

KolumbienLebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierungBNE pro KopfBevölkerung
74 Jahre1.8 %93.6 %7‘560 US-$48.32 Mio.
83 Jahre0.43 %99.6 %82 430 US-$7.9 Mio.
Kolumbien
Lebenserwartung74 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit1.8 %0.43 %
Alphabetisierung93.6 %99.6 %
BNE pro Kopf7‘560 US-$82 430 US-$
Bevölkerung48.32 Mio.7.9 Mio.

Projekte in Kolumbien

Kirchen gegen zerstörerischen Rohstoffabbau

Iglesias y Minería ist ein Netzwerk von engagierten Kirchenleuten, die sich gegen den zerstörerischen Bergbau in Ländern Lateinamerikas wehren.

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Soziales Netzwerk stärkt Landwirtschaft und Umwelt

Dank Ausbildung gewinnt die Bevölkerung in Hulia/Kolumbien Selbstvertrauen und kann ihre Anliegen bei wichtigen Themen wie Umweltschutz selbst vertreten.

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Kolumbien GRUPO SEMILLAS

Mehr Lebensqualität in ländlichen Gebieten

Das Projekt unterstützt 550 indigene Familien in Kolumbien selbständig ihre Rechte wahrzunehmen, die Ernährung zu sichern und sich vor bewaffneten Gruppen zu schützen.

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Kolumbien Bistum Garzon Ana Rita Vargas

Gesunde Landwirtschaft und friedliches Zusammenleben

Das Projekt des Bistums Garzon fördert in 10 Dörfern in Kolumbien eine ganzheitliche, solidarische Entwicklung und erhöht das Einkommen der Bevölkerung.

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Sabina Majil Manrique vom Projekt Atucsara/Kolumbien 2020. Foto: Fastenopfer/ Jose Manuel Peña De-Chasquis

Eine bessere Ernährung und natürliche Energiequellen

Das Projekt in Kolumbien hilft 250 Familien ihre Ernährung und ihr Einkommen zu verbessern und sich für das Gemeinwohl einzusetzen.

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Landesprogramm Kolumbien

Alicia Medina
Alicia Medina

Programmverantwortliche Kolumbien

+41 41 227 59 56
Mail

Elsy Marulanda

Koordination
Soziologin, Historikerin

Alle Unterlagen zu Kolumbien finden Sie

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