Kolumbien

Den verantwortlichen Umgang mit der Erde fördern

Seit Jahrzehnten leidet die kolumbianische Bevölkerung unter einem internen Konflikt. Man rechnet, dass mehr als 7 Millionen Menschen durch Militär oder Guerilla gewaltsam von ihrem Land vertrieben wurden. Fastenopfer unterstützt Familien im ländlichen Raum, ihre Lebensgrundlagen zu sichern.

Seit 2016 besteht ein Friedensabkommen zwischen Regierung und den Farc-Rebellen. Die Umsetzung des Abkommens verläuft jedoch nur stockend und bewaffnete Gruppen kämpfen um die Kontrolle der ehemaligen Farc-Gebiete. Im 2018 nahm auch die Gewalt gegen Frauen weiter zu.
Die Regierung fördert grosse industrielle Landwirtschaftsbetriebe, den Abbau von Bodenschätzen und den Bau von Staudämmen, da sie sich davon wirtschaftliches Wachstum erhofft. Das geschieht auf Kosten der Kleinbauernfamilien: Manche verlieren ihren Zugang zu Land oder ihre Wasserquellen.

Die wirtschaftliche Situation langfristig verbessern

Mit Ausbildung zu umweltfreundlichen landwirtschaftlichen Methoden können sich die von Fastenopfer begünstigten Familien künftig besser ernähren. Dazu gehört unter anderem, einheimisches Saatgut zu nutzen und es durch Tausch mit andern Gruppen zu verbreiten, was zur Artenvielfalt beiträgt. Dank gemeinsam verwalteten Sparkassen können sie sich in Notlagen gegenseitig aushelfen. Die faire Vermarktung von Überschüssen erhöht zusätzlich die Einkommen der Kleinbauernfamilien.
Zudem wird die Bevölkerung bei der Lobbyarbeit auf allen Ebenen unterstützt. Männer und Frauen sollen bei Entscheiden und der Arbeitsverteilung gleichberechtigt beteiligt sein. Auch dazu gibt es Ausbildung – sowohl mit Frauen-, als auch mit Männergruppen.

 

Was wir im nächsten Jahr mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • Rund 894 Familien mit 1559 Männern und 1762 Frauen produzieren auf ihren Feldern so viel gesunde Nahrungsmittel, dass sie die Überproduktion tauschen oder verkaufen können.
  • Die Partnerorganisationen setzen mit rund 169 Organisationen und Gruppen verschiedene politische Prozesse in Gang.
  • Wir erwarten, dass mindestens 17 dieser Prozesse Gehör finden und erfolgreich umgesetzt werden.

Staudammprojekt in Kolumbien als nicht gesetzeskonform anerkannt

26.08.2019

Der Fall El Quimbo zeigt, dass Projekte mit erneuerbaren Energien nur dann eine nachhaltige Lösung sind, wenn nebst der Umwelt auch die Menschenrechte berücksichtigt werden.

Der Pizolgletscher ist tot – Gedenkfeier im Hochgebirge

22.09.2019

Die Entwicklungs- und Umweltorganisationen forderten die Schweiz auf, endlich die Massnahmen des 2015 beschlossenen Pariser Klimaabkommens umzusetzen.

«Wir müssen Neudenken und Umdenken»

16.09.2019

Bischof Felix Gmür hat als Stiftungspräsident von Fastenopfer Partnerorganisationen in Kolumbien besucht – und sein dringlichstes Anliegen formuliert.

KolumbienLebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierungBNE pro KopfBevölkerung
74 Jahre1.8 %93.6 %7‘560 US-$48.32 Mio.
83 Jahre0.43 %99.6 %82 430 US-$7.9 Mio.
Kolumbien
Lebenserwartung74 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit1.8 %0.43 %
Alphabetisierung93.6 %99.6 %
BNE pro Kopf7‘560 US-$82 430 US-$
Bevölkerung48.32 Mio.7.9 Mio.

Projekte in Kolumbien

Zerstörung durch Goldabbau – Fischer und Bäuerinnen fordern Entschädigung

Einsatz Kolumbien für die Demokratisierung, Menschenrechte und Nachhaltigkeit.

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Gesellschaft und Landwirtschaft in Einklang bringen

Das Projekt in Kolumbien fördert eine umweltverträgliche Landwirtschaft und biologische Produkte.

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Rechte auf Nahrung, Land und Wasser verteidigen

Das Projekt in Kolumbien unterstützt Bauernfamilien ihre Rechte auf Nahrung, Wasser und Land einzufordern und verteidigen.

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Landesprogramm Kolumbien

Alicia Medina
Alicia Medina

Programmverantwortliche Kolumbien

+41 41 227 59 56
Mail

Elsy Marulanda

Koordination
Soziologin, Historikerin

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