Kenya

Solidarisch Hunger und Armut überwinden

Vom Wirtschaftswachstum in Kenya profitiert vor allem die Elite. Fastenopfer setzt sich dafür ein, dass auch die benachteiligte ländliche Bevölkerung zu ihrem Recht kommt.

Die Versöhnung zwischen dem Präsidenten und dem Oppositionsführer wurde im Vorfeld der Wahlen 2022 wieder aufgekündigt und die bisherige relative Ruhe ist gefährdet. Die Coronakrise hat Korruption, Polizeigewalt und weitreichende Einschränkungen der Pressefreiheit weiter gefördert. Hohe Schul- und Gesundheitskosten und die fortschreitende Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen als Folge von Übernutzung und Klimawandel tragen zur Verschuldung grosser Teile der Bevölkerung bei. Der zunehmende Mangel an Wasser, fruchtbarem Ackerland und Weideflächen verursacht gewalttätige Konflikte zwischen nomadischen Viehzüchtergruppen und der bäuerlichen Bevölkerung.

Gemeinsames Sparen und agrarökologische Anbaumethoden

Fastenopfer setzt auf erprobte Ansätze: Gemeinsame Aktivitäten der Solidaritätsgruppen stärken den Organisationsgrad und das gegenseitige Vertrauen. Die Gruppen legen einerseits Ersparnisse an, um sich in Notlagen gegenseitig günstige Darlehen zu geben. Andererseits lernen Familien, agrarökologische Anbaumethoden anzuwenden, welche die Bodenqualität verbessern und eine vielfältige Ernährung fördern. Ein wichtiger Teil der Arbeit bleibt das Erarbeiten von friedlichen Lösungen bei Konflikten um Land und Wasser. In einem weiteren Projekt werden energieeffiziente Kochherde gebaut, die Brennholzverbrauch und Atemwegerkrankungen massiv reduzieren.

Was wir mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • 110 neue Solidaritätsgruppen werden gegründet. Ihre Mitglieder vergeben sich gegenseitig günstige Kredite für Grundbedürfnisse und erlernen agrarökologische Anbaumethoden.
  • Drei Viertel der Mitglieder dieser Solidaritätsgruppen wenden agrarökologische Anbaumethoden an und haben ihre Ernährungssituation verbessert.
  • Die lokalen Friedenkomitees haben bei 500 Konflikten auf verschiedenen Ebenen interveniert. Die Präventionsmassnahmen der Projekte reduzieren gewaltsame Konflikte in den Gemeinden.

Kleinbäuerinnen stellen ihre biologisch angebauten Produkte auf der Agrarökologie-Konferenz in Nyahururu aus., November 2019. © Fastenopfer/Eyeris Communications

Kenya: 4000 agrarökologische Bäuerinnen und Bauern, die sich trotz Covid-19 selbst versorgen

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KenyaBevölkerung:LebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierungBNE pro Kopf
44.35 Mio.61 Jahre4.87 %82.2 %930 US-$
7.9 Mio.83 Jahre0.43 %99.6 %82 430 US-$
Kenya
Bevölkerung:44.35 Mio.7.9 Mio.
Lebenserwartung61 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit4.87 %0.43 %
Alphabetisierung82.2 %99.6 %
BNE pro Kopf930 US-$82 430 US-$

Projekte in Kenia

Gemeinsam für eine gesunde und sichere Ernährung

In Kenia werden die Solidaritätsgruppen in agrarökologischen Methoden ausgebildet um langfristige Veränderungen zu erzielen.

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Das ganze Jahr zu essen dank Agrarökologie und gemeinsamer Arbeit

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Landesprogramm Kenia

Leon Jander

Programmverantwortlicher Kenia

+41 41 227 59 54
Mail

Stellamaris Mulaeh

Koordination
Sozialwissenschaftlerin

Alle Unterlagen zu Kenia finden Sie

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