Indien

Mit eigener Kraft aus Verschuldung und Abhängigkeit

Die indische Regierung betreibt eine Entwicklungspolitik zum Nachteil der Armen und der Umwelt. Adivasi und Dalits sind besonders benachteiligt. Um zu überleben, nehmen sie Kredite auf, die sie in Schuldknechtschaft führen.

Der Kontext in Indien hat sich seit 2018 nur minim verändert. Nach wie vor leben Millionen Menschen in Indien mit Hunger. Viele Nichtregierungsorganisationen (NGO) setzten sich für sie ein. Seit 2014 entzog die Regierung rund zwei Dritteln aller Organisationen die FCRA-Registrierung, ohne die NGOs keine internationalen Spenden annehmen dürfen. Hindu-nationalistische Ideologien setzen ein zunehmend repressives gesellschaftliches und politisches Klima durch und versuchen, Minderheiten mit Zwang zu integrieren. Bisher konnten alle Partnerorganisationen weiterarbeiten – dies setzt aber voraus, dass sie ihre Aktivitäten ohne grosses Aufsehen durchführen.

Befreiung von Schulden und langfristig gesicherte Lebensgrundlagen

Dank gemeinsamen Sparkassen befreien sich die Adivasi- und Dalitgruppen von ihren Schulden bei Grossgrundbesitzern, weil sie sich damit gegenseitig aushelfen können. In Schulungen lernen sie ihre Rechte kennen und fordern die ihnen zustehenden staatlichen Dienstleistungen wie den Zugang zu Schulen. Damit sie sich langfristig eine Lebensgrundlage schaffen können, bemühen sie sich um juristische Landtitel. So können die Gruppen – oft nach jahrelangen harten Prozessen – ihre eigenen Lebensmittel anbauen. Durch agrarökologische Subsistenzlandwirtschaft verbessern sie ausserdem ihre Ernährungssituation.

 

Was wir im nächsten Jahr mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • 2000 Männer und 2000 Frauen gründen neu eine Spar- und Kreditgruppen.
  • 10’000 Familien befreien sich neu von den Schulden bei den Grossgrundbesitzern.
  • 2000 Familien lancieren einen Prozess mit dem Ziel, das Land legal zugesprochen zu erhalten.
  • 2000 Mädchen werden neu eingeschult.

«Alles, was ich möchte, ist, die Adivasis lächeln zu sehen»

05.03.2018

Die Adivasis leben in Indien auf Teeplantagen, viele in Hunger, Armut und sozial geächtet. Nun können sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ihre Ernährung sichern.

Ganz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet

28.05.2018

2017 stand im Zeichen der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Unser Jahresbericht zeigt: Umwelt- und Lebensstilfragen begegnet Fastenopfer mit neuer St…

Tag der Frau: «Geschlechter-sensible Arbeit ist kein Luxus, sondern eine Pflicht»

08.03.2018

Weshalb die Situation der Frauen und Männer in der Entwicklungszusammenarbeit immer spezifisch betrachtet werden muss, erläutert Romana Büchel von Fastenopfe…

IndienLandesflächeBevölkerungLebenserwartungAlphabetisierungBruttonationaleinkommen pro Kopf
2'973'190 km²1,29 Mrd.66 Jahre62.8%1‘505 US-$
41‘285 km²7,9 Mio.83 Jahre99.6%81'324 US-$
Indien
Landesfläche2'973'190 km²41‘285 km²
Bevölkerung1,29 Mrd.7,9 Mio.
Lebenserwartung66 Jahre83 Jahre
Alphabetisierung62.8%99.6%
Bruttonationaleinkommen pro Kopf1‘505 US-$81'324 US-$

Projekte in Indien

Adivasi verteidigen ihre Lebensgrundlagen

In Indien wehren sich die Adivasi gegen die Unterdrückung durch Grossgrundbesitzer und Geldverleiher und befreien sich aus der Abhängigkeit.

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Adivasi wehren sich gegen Staudämme

Die Diözese Jashpur in Indien wird vor Ausbeutung von Industriefirmen geschützt und unterstützt die Adivasi in 180 Dörfern in vier Pfarreien.

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Tobias Buser
Tobias Buser

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