Haiti

Mit innovativen Methoden Hunger und Armut überwinden

Die Situation ist verheerend: Klimawandel, ungeeignete Anbaumethoden und eine desaströse Regierungsführung setzen der Bevölkerung zu. Die Ernährung von 3.6 Millionen Menschen ist gefährdet.

Danke!-Video: Ihre Spende hilft. Zum Beispiel in Bombardopolis im Nordwesten von Haiti. 

Der Zerfall der staatlichen Institutionen setzt sich in Haiti weiter fort. Die Massnahmen gegen Covid-19 haben das wirtschaftliche und soziale Leben zusätzlich gelähmt. Der Mord am Präsidenten im Juli 2021 erhöhte die Unsicherheit für die Bevölkerung zusätzlich. Vielerorts hatten bereits vorher kriminelle Gangs die Macht übernommen. Die Kriminalität hat sich verschärft, vielerorts haben Gangs an Macht gewonnen. Personen aus allen Schichten, auch in den ländlichen Gebieten, müssen sich vor Raubüberfällen und Entführungen zur Lösegelderpressung fürchten. Im April wurden sieben Ordensleute, darunter zwei französische Staatsbürger, entführt, nach einem Monat aber wieder frei gelassen. Diese Situation erschwert die Versorgung des Landes mit Gütern des täglichen Bedarfs.

Nahrung wieder selbst produzieren

Die katastrophale politische und wirtschaftliche Lage wirkt sich stark auf das Leben in ganz Haiti aus: Die Güter des täglichen Bedarfs werden laufend teurer, die Landeswährung ist in freiem Fall. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen in den Projekten von Fastenopfer dank agrarökologischer Methoden lernen, ihre Nahrungsmittel wieder vermehrt selber zu produzieren. Gleichzeitig schützen diese Methoden die Umwelt und machen die Landwirtschaft weniger anfällig für Dürren und Stürme. Armutsbetroffene Frauen und Männer lernen zudem, sich in Spargruppen zu organisieren. Die Gruppen erlaubten ihnen, rasch auf den Ausbruch von Covid-19 zu reagieren und Aktionen gegen die weitere Ausbreitung durchzuführen. Sie legen weiterhin monatlich Geld zusammen, um sich in Notlagen gegenseitig auszuhelfen.

Was wir im nächsten Jahr mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • Das Programm erreicht über seine Partnerorganisationen rund 8700 Personen, je zur Hälfte Männer und Frauen aus den ärmsten ländlichen Regionen.
  • Rund 1000 Personen nehmen an Ausbildungen teil, damit sie mit agrarökologischen Methoden den Folgen von Klimawandel, Erosion und Naturkatastrophen etwas entgegensetzen können.
  • Rund 500 Personen organisieren sich neu in Spar- und Solidaritätsgruppen.

Haiti: Partnerorganisationen von Fastenopfer informieren über Corona und verteilen Material zur Desinfektion.

Haiti: Zuerst braucht es Information über Corona

01.05.2020

Klimawandel und Korruption bringen viel Leid über Haiti. Über den Corona-Virus wird nur ungenügend informiert. Fastenopfer informiert und gibt Hygienematerial ab.

Süden von Haiti erneut von Erdbeben heimgesucht

17.08.2021

Ein starkes Erdbeben verschlimmert die sowieso schon unsichere Situation in Haiti. Fastenopfer unterstützt die ländliche Bevölkerung.

«Wir leben mit Krisen und Katastrophen»

29.07.2021

Nach dem Mord an Präsident Moïse haben sich die Zustände für die Bevölkerung in Haiti einmal mehr drastisch verschlechtert.

HaitiLebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierungBNE pro KopfBevölkerungsdichte
63 Jahre7.6 %48.7 %810 US-$374.4 Einwohner/km²
83 Jahre0.43 %99.6 %82‘430 US-$197.8 Einwohner/km²
Haiti
Lebenserwartung63 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit7.6 %0.43 %
Alphabetisierung48.7 %99.6 %
BNE pro Kopf810 US-$82‘430 US-$
Bevölkerungsdichte374.4 Einwohner/km²197.8 Einwohner/km²

Projekte in Haiti

Aufforstung schützt vor Hurrikans und Dürren

Unterstützt durch Ausbildungen kann die Bevölkerung in den Bergen Haitis ihre Wälder aufforsten und die Felder so bepflanzen, dass ihre Ernährung gesichert ist.

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Mit Agrarökologie gegen Überschwemmungen

Ausbildungen ermöglichen es der Bevölkerung in Haiti, selbst Verantwortung zu übernehmen für eine gesicherte Ernährunge, die Wiederaufforstung und die Entwicklung ihrer Region.

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Landesprogramm Haiti

Leon Jander

Programmverantwortlicher Haiti

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Alle Unterlagen zu Haiti finden Sie

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