Haiti

Mit innovativen Methoden Hunger und Armut überwinden

Die Situation ist verheerend: Klimawandel, ungeeignete Anbaumethoden und eine schlechte Regierungsführung setzen der Bevölkerung zu. Die Ernährung von 3.6 Millionen Menschen ist gefährdet.

Danke!-Video: Ihre Spende hilft. Zum Beispiel in Bombardopolis im Nordwesten von Haiti. 

Seit 2018 wird Haiti von einem Korruptionsskandal erschüttert: 2 Milliarden US-Dollar aus einem venezolanischen Hilfskredit sind versickert und offenbar hatte auch der gegenwärtige Präsident seine Finger im Spiel. Die Proteste der städtischen Bevölkerung wurden zunehmend verzweifelt und gewalttätig. Ende 2019 wurde der Treibstoff knapp, die Leute konnten nicht mehr reisen, die Schulen waren geschlossen. Die Machthaber zeigten aber keinerlei Dialogbereitschaft und der Justiz fehlte die Unabhängigkeit, um die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen. Beendet wurden die Unruhen erst durch Ausgangssperren wegen Corona im März 2020. Zur Drucklegung dieses Hefts war offen, wie es danach weitergehen wird.

Nahrung wieder selbst produzieren

Die Proteste wirkten sich stark auf das Leben in ganz Haiti aus: Die Güter des täglichen Bedarfs wurden laufend teurer, die Landeswährung ist in freiem Fall. Umso wichtiger war es, dass die Menschen in den Projekten von Fastenopfer dank agrarökologischer Methoden lernen, ihre Nahrungsmittel wieder vermehrt selber zu produzieren. Gleichzeitig schützen diese Methoden die Umwelt und machen die Landwirtschaft weniger anfällig für Dürren und Stürme. Armutsbetroffene Frauen und Männer lernen zudem, sich in Spargruppen zu organisieren. Sie legen monatlich Geld zusammen, um sich in Notlagen gegenseitig auszuhelfen.

Was wir im nächsten Jahr mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • Das Programm erreicht über seine Partnerorganisationen rund 8000 Personen, je zur Hälfte Männer und Frauen aus den ärmsten ländlichen Regionen.
  • 500 Personen nehmen an Ausbildungen teil, damit sie mit agrarökologischen Methoden den Folgen von Klimawandel, Erosion und Naturkatastrophen etwas entgegensetzen können.
  • Rund 6000 Personen haben sich in Spar- und Solidaritätsgruppen organisiert.

Haiti: Partnerorganisationen von Fastenopfer informieren über Corona und verteilen Material zur Desinfektion.

Haiti: Zuerst braucht es Information über Corona

01.05.2020

Klimawandel und Korruption bringen viel Leid über Haiti. Über den Corona-Virus wird nur ungenügend informiert. Fastenopfer informiert und gibt Hygienematerial ab.

Tag der Frau: «Geschlechter-sensible Arbeit ist kein Luxus, sondern eine Pflicht»

08.03.2018

Weshalb die Situation der Frauen und Männer in der Entwicklungszusammenarbeit immer spezifisch betrachtet werden muss, erläutert Romana Büchel von Fastenopfe…

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern erhalten endlich Land von Grossgrundbesitzerfamilie

29.05.2017

Die jahrzehntelange Arbeit in Haiti zeigt Früchte: «Durch unseren langen Kampf um Landtitel können wir nun die Ernährung unserer Kinder sichern.»

HaitiLebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierungBNE pro KopfBevölkerungsdichte
63 Jahre7.6 %48.7 %810 US-$374.4 Einwohner/km²
83 Jahre0.43 %99.6 %82‘430 US-$197.8 Einwohner/km²
Haiti
Lebenserwartung63 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit7.6 %0.43 %
Alphabetisierung48.7 %99.6 %
BNE pro Kopf810 US-$82‘430 US-$
Bevölkerungsdichte374.4 Einwohner/km²197.8 Einwohner/km²

Projekte in Haiti

Bäume schaffen Einkommen und schützen

Im Projekt setzt die haitianische Dorfbevölkerung den extremen Wetterereignissen traditionelles Wissen und agrarökologische Methoden entgegen.

Mehr

Entschlossener Einsatz der Frauen in Denis

Im Nordosten von Haiti setzt sich die Organisation der Frauen von Denis mit Saatbanken und Spargruppen für ihre Gemeinde ein.

Mehr

Landesprogramm Haiti

Leon Jander

Programmverantwortlicher Haiti

Mail
Jean Philippe Viala
Service de Consultation et d’Appui SCA

Koordination

Alle Unterlagen zu Haiti finden Sie

hier

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