Guatemala

Die indigene Bevölkerung ist organisiert und handelt selbstbewusst

«Das zentrale Problem der armen Bevölkerung in der Corona-Krise ist die Ernährung. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es in Guatemala ist, das Recht auf Nahrung zu betonen und wie notwendig es ist, die Anliegen der ländlichen, indigenen Bevölkerung ins Zentrum zu stellen». So kommentierten im März 2020 die beiden Koordinatorinnen des Programms die aktuelle Situation in Guatemala.

Mitte Juli 2020 dauerte die Ausgangssperre in Guatemala noch an. Die städtische Bevölkerung, die von informeller Arbeit lebt, konnte nichts mehr verdienen, Hunger machte sich rasch breit.

Auch für die Bäuerinnen und Bauern wird es durch den Klimawandel immer schwieriger, sich zu ernähren. Lange Dürren und wiederkehrende Naturkatastrophen wie Wirbelstürme und Vulkanausbrüche erschweren den Anbau von Gemüse, Mais oder Kaffee. Die vom Staat geförderten Bergbauprojekte und Monokulturen von Ölpalmen oder Zuckerrohr gefährden die Umwelt. Sie haben zur Folge, dass die Bevölkerung von ihrem Land vertrieben wird. Doch wenn die Indigenen – welche die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen – von der Regierung ihre in der Verfassung festgeschriebenen Rechte fordern, reagiert diese mit massiver Polizeigewalt. Verteidigerinnen und Verteidiger der Menschenrechte werden als Kriminelle verfolgt.

Selbstbewusst Rechte einfordern

Die Projekte von Fastenopfer setzen bei der Kultur der Indigenen an. Gemeinsam reflektieren sie über die ganzheitliche Weltanschauung des buen vivir und wie sie diese in ihrem Alltag realisieren können. Mit neu erworbenem Selbstbewusstsein fordern sie die ihnen zustehenden Landtitel, Schulen und Gesundheitszentren ein. Gleichzeitig beleben sie ihre traditionellen Anbaumethoden wieder und ergänzen sie mit agrarökologischen Ansätzen. Durch die Vermarktung ihrer Produkte erhöhen sie ihr Einkommen.

Was wir mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • 1100 Familien arbeiten neu mit agrarökologischen Methoden, die ihre Böden verbessern und ihre Produktion erhöhen.
  • 35 Gemeinschaften haben genügend Wasser während der Trockenperiode dank besserem Schutz der Quellen und Wiederaufforstung
  • 40 Gemeinschaften werden konkret darin unterstützt, ihr Recht auf Selbstbestimmung, Land und Wasser bei den Behörden einzufordern.

Zerstörung der Felder durch Tropensturm Eta. Foto: Caritas Verapaz 2020

Covid und Tropensturm Eta: Doppelte Katastrophe

13.11.2020

Nothilfe in in Guatemala: Die Covid-Pandemie hat die Bevölkerung hart getroffen. Am 6. November kam Tropensturm Eta und zerstörte die Ernten.

Nothilfe Guatemala 2020

Koordinierte und langfristige Hilfe für die Bevölkerung

14.02.2021

Wirbelstürme Guatemala: Die Schweizer HIlfe gelangte rasch zu den Betroffenen - dank Partnerorganisation T'zuul Taq'a und vorbereiteten Katastrophenteams.

Dreifache Katastrophe und keine Aussicht auf Besserung

10.12.2020

Die Krisen im Zusammenhang mit Corona, einer ignoranten Politik und starke Wirbelstürmen haben die Bevölkerung in Guatemala an den Rand des Abgrunds gebracht.…

GuatemalaBNE pro KopfLandesflächeLebenserwartungKindersterblichkeitAlphabetisierung
3.34 US-$108 889 km²72 Jahre3.2 %78.3 %
82.4 US-$41‘285 km²83 Jahre0.43 %99.6 %
Guatemala
BNE pro Kopf3.34 US-$82.4 US-$
Landesfläche108 889 km²41‘285 km²
Lebenserwartung72 Jahre83 Jahre
Kindersterblichkeit3.2 %0.43 %
Alphabetisierung78.3 %99.6 %

Projekte in Guatemala

Maya-Gemeinschaften leben das Buen vivir

Zusammen mit 120 Maya-Familien setzt sich die lokale Caritas Verpaz in Guatemala für eine gesicherte Ernährung und ein besseres Leben ein.

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Fundación Tierra Nuestra, Frau vor Flipchart während Ausbildung, Workshop

Ausbildung von Führungspersonen

Das Projekt unterstützt die indigene Bevölkerung in Guatemala, ihre Ernährung zu verbessern und ihre Rechte durchzusetzen.

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Rechte und Wertschätzung für indigene Völker

Ausbildung für die indigenen Gemeinschaften in Guatemala, damit sich diese erfolgreich für ihr Wohl und ihre Rechte einsetzen können.

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Landesprogramm Guatemala

Philippa Mund

Programmverantwortliche Guatemala

+41 41 227 59 35
Mail

Olga Inés Pérez

Koordination

Alle Unterlagen zu Guatemala finden Sie

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