Demokratische Republik Kongo

Genug zu essen und verantwortungsvoller Rohstoffabbau

Die Demokratische Republik Kongo ist reich an natürlichen Ressourcen. Trotzdem lebt über die Hälfte der Bevölkerung in extremer Armut.

Nach der Wahl des neuen Präsidenten Ende 2018 blieb das politische Umfeld fragil. Durch erneutes Aufflammen von Gewalt im östlichen Teil steckt das Land mitten in einer langwierigen und komplexen humanitären Krise. Der Abbau von Gold, Diamanten, Kupfer, Kobalt und anderen Rohstoffen verspricht Reichtum. Doch die Bevölkerung profitiert kaum davon. Umweltgesetze werden nicht eingehalten, verschmutzte Gewässer gefährden die Gesundheit aller, Gewinne werden ins Ausland verschoben. Die verbreitete Korruption trägt zur Instabilität des Landes bei. Wie stark die Armut verbreitet ist, zeigt sich daran, dass vier von zehn Kindern unter fünf Jahren chronisch mangelernährt sind.

Produktive Anbautechniken, Fischteiche und kompetente Lobbyarbeit

Dank Fastenopfer lernen die Familien verbesserte Anbautechniken kennen. Mit organischer Düngung und einer sinnvollen Fruchtfolge wird die Bodenfruchtbarkeit erhalten und die Produktion erhöht. Mit der Einführung von verbessertem Getreide- und Gemüsesaatgut und dank selbst angelegten Fischteichen erreichen die Familien eine ausgewogenere Ernährung. Spargruppen tragen dazu bei, dass die Mitglieder ihre Gesundheitskosten und Schulgelder bezahlen können. Kompetente Partnerorganisationen fordern zudem Menschenrechte und eine gute Regierungsführung. Regionalstellen einer Bischofskommission engagieren sich mit weiteren, von uns unterstützten Organisationen für einen verantwortungsbewussten Abbau von Rohstoffen. Sie machen Missstände publik und stellen konkrete Forderungen an Behörden und Unternehmen.

Was wir mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • 7’500 Personen verfügen über genügend reichhaltige Nahrungsmittel.
  • 620 Dorfgruppen verfügen über eine Solidaritätskasse, ihre Mitglieder können sich für Schul- und Gesundheitskosten gegenseitig aushelfen.
  • In 2800 Haushalten verwalten Männer und Frauen gemeinsam das Haushaltseinkommen.

Die Minen bringen viel Staub mit sich: Strassenszene in Kolwezi.

Kongo: Covid-19 bedroht die Menschenrechte

08.06.2020

Im Kongo bedroht das Coronavirus die Menschenrechte in mancher Hinsicht - auch wenn bis zum 5. Juni nur 77 Todesfälle gezählt wurden.

Die Förderung von Rohstoffen ist ein schmutziges Geschäft und mit vielen Risiken verbunden: Kleinschürfer in einer Kobaltmine in der Nähe der kongolesischen Stadt Kolwezi. © Meinrad Schade

Glencore: Gefährliche Geschäfte in einem schwachen Staat

20.10.2020

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Kongo: Bergbaugesetz soll die Rechte der Bevölkerung stärken

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Das neue Bergbaugesetz im Kongo hat das Potenzial, die Rechte der Bevölkerung zu stärken. Doch seine Umsetzung ist noch nicht optimal.

DR KongoBevölkerungBNE pro KopfAlphabetisierungKindersterblichkeitLebenserwartung
67.5 Mio.400 US-$79.3 %14.6 %50 Jahre
7.9 Mio.82‘430 US-$99.6 %0.43 %83 Jahre
DR Kongo
Bevölkerung67.5 Mio.7.9 Mio.
BNE pro Kopf400 US-$82‘430 US-$
Alphabetisierung79.3 %99.6 %
Kindersterblichkeit14.6 %0.43 %
Lebenserwartung50 Jahre83 Jahre

Projekte in der DR Kongo

Gemeinschaftsfelder erlauben, Nahrungsreserven aufzubauen

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Projektverantwortliche

Pprträt Diane Crittin
Diane Crittin

Programmverantwortliche DR Kongo
021 617 88 81
Mail

Blanchard Ayinza
DOPERC

Koordination

Rose Musere
DOPERC

Koordination

Alle Unterlagen zur DR Kongo finden Sie

hier

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