Burkina Faso

Es ist an der Zeit, die Ursachen des Hungers zu beseitigen

Nach einem friedlichen Umsturz im Jahr 2014 ist die junge Demokratie in Burkina Faso auf einem guten Weg. Trotz verbesserter Mitsprache kämpft die ländliche Bevölkerung aber immer noch mit existenziellen Problemen.

Der Klimawandel hinterlässt Spuren. Die alljährliche Hungerperiode vor der Ernte, die Soudure, ist noch lange nicht Geschichte. Im Gegenteil: Ernteausfälle zu bewältigen, wird – so berichten uns Bäuerinnen und Bauern – immer schwieriger.

 

Viele junge Männer lassen sich vom Goldrausch anstecken; Sie brechen dafür ihre Ausbildung ab und versuchen, als Kleinschürfer das grosse Geld zu machen. Gegen die Gefahren in den engen Stollen und die giftigen Chemikalien sind sie meist ungenügend geschützt. Und die tatkräftigen Männer fehlen zu Hause auf den Feldern.

 

Den Kleinbauernfamilien fehlt es zudem an Landtiteln, mit denen sie ihr Land gegen die Interessen von Konzernen verteidigen können.

 

Neues Know-How in 150 Dörfern

 

In die Projekte sind rund 8’500 Männer und Frauen involviert. Dass die Burkinabe erfahren, wie sie ihre Rechte einfordern können, ist für Fastenopfer zentral: Denn Rechte bedeuten Zugang zu Land, Wasser, Wald und Weiden und sichern die Ernährung langfristig.

 

Mit unserer Unterstützung erhalten die Familien zudem Ausbildung zu angepasster Landwirtschaft, zu traditionellem Saatgut und dessen Vielfalt. In Gebieten, in denen die Bodendegradation fortgeschritten ist, sind insbesondere auch die Ausbildung zur Rückgewinnung des Bodens wichtig. Die Bauern und Bäuerinnen können so besser auf die Folgen des Klimawandels reagieren sowie mehr und vielfältigere Nahrungsmittel produzieren und verkaufen.

 

Was wir mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

 

  • Alle Personen essen auch während der Soudure mindestens zwei Mal pro Tag.
  • Die Familien sichern ihr Land juristisch ab.
  • In Workshops diskutieren sie über die problematischen Aspekte des Goldabbaus – und mögliche Lösungen.

Burkina Faso, 
Gewinner und Verlierer bei den Rohstoffen. Die Schweizerinnen und Schweizer konsumieren Bodenschätze aus aller Welt: in unseren Handys, aber auch in unseren Zügen, Häusern oder Kinderwagen stecken Rohstoffe wie Kupfer, Gold, Aluminium oder Sand, die in aller Welt abgebaut werden. Doch welche Auswirkungen der Rohstoffabbau hat, darüber erfahren wir hier nur sehr wenig.

Gewinner und Verlierer bei Bodenschätzen

11.07.2017

Unsere Handys, Züge, Häuser und Kinderwagen beinhalten Rohstoffe aus aller Welt. Doch über die Auswirkungen des Rohstoffabbaus erfahren wir hier nur wenig.

Goldmine Balong-tanga beim Dorf Tikaré: Kleinschürfer Marc Gansoré (38) bei der Arbeit. Mit einem Pickel gräbt er nach Gold.

Fastenopfer auf dem 3. Platz für PR-Bild des Jahres

19.08.2016

Zwei Bilder von Fastenopfer zum Goldabbau in Burkina Faso haben es in die engere Auswahl zum PR-Bild des Jahres 2016 geschafft. Eins wurde nun ausgezeichnet.

Profit wichtiger als Menschenrechte? Gold glänzt nicht für alle gleich

15.02.2016

Rund um den Goldabbau werden vielerorts Menschenrechte verletzt und Landstriche vergiftet – so auch in Burkina Faso, wie eine Studie von Fastenopfer zeigt.

Burkina FasoBevölkerungBruttonationaeinkommen pro KopfAlphabetisierungKindersterblichkeitLebenserwartung
17 Mio.670 US-$23.6 %10.2 %56 Jahre
7.9 Mio.82 730 US-$99.6 %0.43 %83 Jahre
Burkina Faso
Bevölkerung17 Mio.7.9 Mio.
Bruttonationaeinkommen pro Kopf670 US-$82 730 US-$
Alphabetisierung23.6 %99.6 %
Kindersterblichkeit10.2 %0.43 %
Lebenserwartung56 Jahre83 Jahre

Projekte in Burkina Faso

Burkina Faso IDHD

Ernährung fördern, auch zu Zeiten des Goldrauschs

In Burkina Faso soll sich die Ernährung verbessern und das Edelmetall nachhaltig nutzbar werden.

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Die Ernährung trotz Klimawandel sichern

Lebendhecken, Produktion von Dünger und Wiederaufforstung verbessern die Bodenqualität in Burkina Faso.

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Fair genutztes Land in Burkina Faso sichert die Ernährung

Konflikte zwischen Bauern- und Viehzüchterfamilien fordern friedliche Lösungen.

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Vreni Jean-Richard

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